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Austrian Economics

Österreichisch oder Austrian?

von Henrique Schneider*

Universität Wien um 1900
Universität Wien um 1900


Österreichisch oder Austrian?
Im Dunstkreis Wiens ereignete sich zwischen den Jahren 1880 und 1930 ein Big Bang moderner Wissenschaft. Kein Wunder: Jene Stadt war das kosmopolitische Zentrum nicht nur der österreichisch-ungarischen Monarchie. Am Donauufer wurde ernsthafte Wissenschaft im Diskurs mit der Realität betrieben.
Zum Vergleich: Deutsche Universitäten stilisierten sich in ewiger Wiederholung historischer Ideen oder verstanden sich als ein entrücktes Athen. Oder waren schlicht provinziell. Insbesondere hatten sie kein Interesse an eine Auseinandersetzung mit dem Kontext der wissenschaftlichen Tätigkeit, d.h. mit der gesellschaftlichen Realität.
In Wien – und Graz – war die Situation anders. Manche Universitätsprofessoren waren Minister, Abgeordnete und Senatoren; und umgekehrt. Die Zersetzung der Doppelmonarchie sowie die multikulturelle Einbettung der Gesellschaft mit der Universität darin, stellten ganz andere Fragen an die Wissenschaft. Alle, ob Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften oder Jurisprudenz (damals ein Sammelbecken, für alles, was Sozialwissenschaft war) mussten sich mit praktischen Antworten beweisen.

Sozialwissenschaftliches Big Bang

Es ist daher kein Zufall, dass sich die meisten Fragestellungen des 20. Jahrhunderts in Wien als erste öffneten. Sigmund Freud kreierte seine Psychoanalyse. Er wollte eine Antwort darauf finden, warum der Mensch an sich zugrunde geht. Und er fand es für sich heraus. Das Individuum – schon alleine dies soll aufhorchen lassen – ist entweder schweren Gemüts oder leidet an seiner frühen Sozialisierung.
Der Wiener Kreis wollte die Wissenschaft just von diesen Einwirkungen immunisieren. Und erklärte gleich kausalistischen Protokollsätze zur einzigen zulässigen wissenschaftlichen Methoden. Erklärungen, Geschichten und juristischen Erwägungen hätten in den Wissenschaften keinen Platz. Brisant ist: Von den Protokollsätzen ausgehend entwickelte der Wiener Kreis eine Art logischer Kollektivismus als Gesellschaftsmodell.
Vom Wiener Kreis haben sich Popper und Wittgenstein abgespaltet. Popper entdeckte die Wissenschaft als dynamische Praxisgemeinschaft und Wittgenstein entdeckte die Sprache als Produkt menschlicher Interaktionen. Das Individuum im Austausch mit anderen wurde zum Paradigma schlechthin.
Just in diesem Zusammenhang entstanden die zwei österreichischen Denkschulen in der Ökonomie. Der Austro-Marxismus las Marx durch eine bestimmte Brille. Ob es ihn nicht mehr gibt oder einfach zu einem Mainstream in der aktuellen österreichischen Politik geworden ist, soll hier einmal offen gelassen werden. Was es heute in Österreich nicht mehr gibt, ist die Österreichische Schule der Nationalökonomie.

Österreichische Schule

Möglicherweise hat es sie auch, ausserhalb des Privat-Seminars Ludwig von Mises’ nie gegeben. Zumindest nicht in jener Homogenität, die der Name impliziert. Denn die Österreichische Schule entstand nicht geplant von einer kleinen Gruppe von Individuen. Sie entwickelte sich über die Zeit und war geprägt von vielen, die dezentral einige ähnliche Grundsätze teilten – und sich auch kontrovers über sie stritten. Diese Grundsätze sind in etwa:
Es geht in der Wirtschaftswissenschaft gänzlich um Individuen. Privateigentum und Eigentumsrechte sind unentbehrliche Grundlage des individuellen Lebens. Handlungen haben Konsequenzen – sowohl positive als auch negative, kurzfristige wie langfristige, offensichtliche und weniger offensichtliche. Der Wert eines Gutes beruht auf der subjektiven Einschätzung eines Individuums darüber, inwieweit dieses Gut der Befriedigung seiner Bedürfnisse dient. Preise spiegeln auf freien Märkten die Wertschätzungen der Akteure wider, signalisieren sowohl Knappheit als auch Überschüsse und sind unerlässlich für die effiziente Zuteilung von Ressourcen. Geld ist nicht neutral. Gleichgewichte gibt es nicht oder selten; Märkte sind offene Prozesse. Die Kreativität des Individuums ist zentral.
Nicht alle Grundsätze sind von Anfang an da gewesen. Einige kamen hinzu, andere gingen verloren. Und Überhaupt gibt es viel mehr Differenzierung und Nuancierung. Denn als sich Menschen wie Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig von Mises oder Friedrich August von Hayek u.v.a.mit einigen dieser Grundsätze auseinandersetzten, wussten sie nicht, dass sie eine eigene Schule etablieren würden.

Austrian Economics

Aber die Stellung Wiens sollte sich bald verschlechtern. Spätestens mit dem Anschluss an Deutschland verlor der Stephansplatz seine Bedeutung. Im nationalsozialistischen Reich untergeordnet und im Nachkriegseuropa bestenfalls marginal, konnte sich dort weder der freie Diskurs noch eine Spitzenwissenschaft etablieren. Die meisten Vertreter der österreichischen Schule mussten emigrieren, einige kamen um und der ‚brain drain’ brachte sie nach Genf, Zürich, Istanbul, London oder New York.
Die österreichische Schule wurde aus Österreich vertrieben – und kann sich wohl bis heute dort nicht mehr etablieren. New York wurde zu ihrem neuen Sammelbecken. Dort wurde sie zur „Austrian School of Economics“. Am Schatten der Freiheitsstatue etablierten sich Hayek in Chicago – erfolgreich, aber mit einer Abwendung von der Ökonomie und Hinwendung zur Staatstheorie – und Mises – zunächst weniger erfolgreich in New York. Aber auch in anderen Städten der USA wirkten Austrians, zum Beispiel Gottfried von Haberler und der etwas schillernde Joseph Alois Schumpeter in Harvard, Fritz Machlup und Oskar Morgenstern in Princeton oder J. Herbert von Fuerth in Washington.
Mit der Zeit kamen verschiedene US-amerikanische Ökonomen zur Austrian School. Leute wie Henry Hazlit, Vernon Smith (Nobelpreis 2002), James Buchanan (Nobelpreis 1986) und viele andere mehr, fanden Möglichkeiten, die „Austrian“ Grundsätze in ihren Forschungsprogrammen aufzunehmen oder gar, sie zu einem eigenen Forschungsvorhaben auszuweiten.
Mises – nach Anlaufschwierigkeiten – fand in New York Schüler, unter denen sich besonders Murray N. Rothbard, Israel M. Kirzner, Leonard Liggio später auch Joe Salerno oder Mario Rizzo bewährten. Als Mises 1973 hochbetagt starb, hatte er zuvor noch den Beginn einer bemerkenswerten Renaissance der Österreichischen Schule in der Gestalt der Austrian School in Economics erleben können.

Und heute?

Auch heute ist die Österreichische Schule noch eine Nische. Notabene, eine US-amerikanische Nische. Wer Austrian Economics an einer Universität oder Forschungsinstitution lernen will, muss dies wohl in den USA tun. Think Tanks wie das Mises-Institute oder einzelne Universitäten wie George Mason (mit Peter Boettke), Chapman oder Columbia offerieren Programme mit Austrian-Theorien. In Europa gibt es nur wenige Individuen, die heute Austrian Economics lehren. Und Academy gibt es nur eine.
Als einzige Institution in Europa offeriert die Liechtenstein-Akademie einen vollständigen „Lehrgang in Austrian Economics“. Die Studieninhalte werden dabei so aufgezogen, wie die österreichische Schule begonnen hatte: An der Diskussion politischer, gesellschaftlicher und philosophischer Zusammenhänge. Es ist die Komplexität einer Gesellschaft, welche der Austrian Economics Raum gibt. Und diese Komplexität ist heute genauso virulent wie sie am Ende des 19. Jahrhunderts war. Course Program
Steht die Österreichische Schule möglicherweise vor einer Renaissance in Europa? Es ist auffallend: Immer mehr Vermögensverwalter bekennen sich zu Austrian-Grundsätzen in ihren Investitions-Strategien. Und das ECAEF in Liechtenstein, das Mises Institut in Deutschland, Gruppierungen in Italien, England, Spanien oder Frankreich gewinnen an Profil und an Bedeutung.
Jedes Individuum kann und soll sich am Diskurs um diese Komplexität beteiligen. Dafür gibt es die Institute und Vereine. Eine gewisse Einübung in die Theorien Mengers, Mises und Hayeks kann nur hilfreich sein – ob österreichisch oder Austrian.


Informationen:

*Henrique Schneider ist Chef-Ökonom an der Swiss Federation of Small and Medium Enterprises und Mitglied der Liechtenstein Academy.

Eugen-Maria Schulak, Herbert Unterköfler: “Die Wiener Schule der Nationalökonomie – Eine Geschichte ihrer Ideen, Vertreter und Institutionen”. Bibliothek der Provinz, Weitra 2009

Liechtenstein-Akademie: www.ae-laf.com

European Center of Austrian Economics: www.ecaef.li

Kleines Lesebuch über den Freihandel

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Kleines Lesebuch über den Freihandel. Ebook von Detmar Doering.

Editor: Detmar Doering,
Vorwort: Otto Graf Lambsdorff

“Der Freihandel, eine der grössten Segnungen, die eine Regierung einem Volk erweisen kann, ist dennoch in fast jedem Lande unpopulär”. Von dem britischen Historiker Thomas Babington Macaulay stammt dieser Stoßseufzer aus dem Jahre 1824. Viele Verfechter des freien Welthandels können ihn nachempfinden. Anscheinend erhalten die Theorien, die den Freihandel stützen, so manche Wahrheit, die tief im menschlichen Geist verwurzelten Vorurteilen und Instinkten widerspricht. Viele Menschen können sich zum Beispiel anscheinend nicht vorstellen, dass ein freier und offener Welthandel den ärmsten und schwächsten Völkern dieser Welt nutzt. Dabei ist in Wirklichkeit gerade der Freihandel das beste Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung für die Benachteiligten dieser Welt, das wir kennen. Dort, wo wirtschaftliche Unfreiheit herrscht, ist auch die Armut am größten. Die Wahrheit ist: Kaum eine ökonomische Doktrin ist so sehr durch Theorie und Praxis bestätigt worden wie die des Freihandels …

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Vernon Smith Prize 2016: Winners announced

Vernon Smith Prize 2016 Call for Papers
Vernon Smith Prize 2016: Direct Democracy versus Representative Democracy …

1. Prize: Karol Zdybel (Warsaw, Poland)


2. Prize: Alan Futerman (Rosario, Argentina)


3. Prize: Mark O’Kane (Lancashire, UK)


Essays had been judged by an international jury. They will be posted after their defense at the ‘International Vernon Smith Prize Ceremony’ on February 6, 2017 in Vaduz, Principality of Liechtenstein.

The 9th International Vernon Smith Prize for the Advancement of Austrian Economics was an essay competition sponsored and organized by ECAEF European Center of Austrian Economics Foundation, Vaduz (Principality of Liechtenstein). Topic: ‘Direct Democracy versus Representative Democracy. Cost and Benefit of the Citizenry’.

Although, democracy is fundamentally a method for preserving individual liberty and civil rights, this almost narcotic term has become so powerful today that all essential limitations on governmental power are breaking down before it. By deteriorating into a scheme of legitimizing the regime of coalitions of organized interests, representative democracies gradually transform into oligarchies. While it is assumed that governments always have the people’s best interests in mind, for the most part they seem to act in their own behalf. In direct democratic systems, however citizens have more controlling devices at their disposal and can propose, decide, or profoundly modify their governing laws, and even secede from the republic. Are direct democracies more cost effective and beneficial for the citizenry?

1st Prize EUR 4,000 – 2nd Prize EUR 3,000 – 3rd Prize EUR 2,000

ECAEF invited papers on this topic which needed to meet several requirements, such as:

Entries may be submitted by individuals of up to 30 years (in 2016).

Entries may not exceed 12 pages; 1.5 spacing; left/right margins no less then 1 inch; full bibliography and a 1/2 page summary (abstract) must be included.

Entries had to be submitted in English in electronic form (PDF) including an abbreviated CV. Entry deadline was November 11, 2016.

The End of Milton Friedman’s Monetarism

by Dr. Emanuele Canegrati and Dr. Keith Weiner*

According to the latest data released by the European Central Bank on September 2, the outstanding amount of the central bank’s outright operations touched nearly €1.3T, with the lion’s share going to the public sector purchase program (nearly €1T). Table 1 shows the outstanding amount for every instrument used by the ECB (source: ECB website).

Instrument:  Reference date – Outstanding amount
Covered bond purchase programme:  2 Sep. 2016 – 16,412 mn
Securities market programme:  2 Sep. 2016 – 108,404 mn
Covered bond purchase programme 2:  2 Sep. 2016 – 7,442 mn
Covered bond purchase programme 3:  2 Sep. 2016 – 190,735 mn
Asset-backed securities purchase programme: 2 Sep. 2016 – 20,142 mn
Public sector purchase programme:  2 Sep. 2016 – 1,001,947 mn
Corporate sector purchase programme:  2 Sep. 2016 – 20,497 mn

In governor Draghi’s view, the biggest injection of euros in the ECB history, associated with the negative interest rate policy undertaken by the central bank, should have brought Eurozone inflation back to the ECB 2% policy target. Many times, Draghi’s rhetoric inflamed investors. “We have shown we are not short on ammunition”, he swore last March, when the ECB cut the deposit rate by 10 basis points to a historic low of -0.4% and stepped up the pace of its quantitative easing program from €60bn to €80bn a month. Results? Quite disappointing.
The latest figures released by Frankfurt showed that the Eurozone inflation rate was only equal to +0.2% in August, unchanged from July and at only 1/10 of ECB target rate. A failure for the central bank. Figure 1 shows the monthly increase of ECB balance sheet (assets for Euro Area) compared to the Eurozone Harmonized Index of Consumer Prices (HICP) over time. Looking at these two trends, one may hardly say that a positive correlation exists.
Let’s consider another example: the quantitative easing program by the U.S. Federal Reserve. Since 2008, there has been a massive increase in the money supply. M0 has increased from about $875B to $4.07T in 2014 (all time high); M1 surged from $1.4T to $3.2T in July 2016 (all time high), or 2X and M2 sky rocked from $7.8T to $12.9 in July 2016 (all time high), or about 1.5X. But prices haven’t followed the same trend. The Bloomberg Commodity Index fell from about 175 to 83 on September 6, while the rate of inflation, as calculated using the Consumer Price Index, published monthly by the Bureau of Labor Statistics, was +0.8% in July 2016 and the average rate for 2015 was a meager +0.1%.
Finally, Japan. Last August Bank of Japan Governor Haruhiko Kuroda stated the bank will approve more quantitative easing or lower negative interest rates “without hesitation,” and that he felt that between quantitative easing and negative interest rates, the bank has an “extremely powerful policy scheme” and “will act decisively as we move on” in order to raise inflation to 2% policy target. And yet, notwithstanding the ¥80T ($733B) in government bond purchases per year, the Japanese inflation rate was -0.4% last July and the Tokyo’s secular decline in prices is far from being abandoned.
This international evidence is useful to demonstrate, amongst other things, the fallacy of the monetarist’s quantitative theory of money, which hypothesizes the existence of a positive (linear) relation between money supply growth and prices. According to this theory, if money supply increases by 1% prices should increase by approximately the same percentage, as monetarists believe that the excess of money supply in the economic system transforms to rising prices. “Inflation is always and everywhere a monetary phenomenon in the sense that it is and can be produced only by a more rapid increase in the quantity of money than in output”, wrote Milton Friedman, one of the biggest promoters of monetarism, in The Counter-Revolution in Monetary Theory (1970).
Contrary to Milton Friedman’s prediction, ECB and FED excessive expansion of the money supply did not drive prices up. Evidence also showed that the current deflationary spiral cannot be attributed to the reverse effect of a failure of central banks to increase the money supply during a liquidity crunch. Would Milton Friedman ever have written his theory in modern times with these data available? We can only wonder. Friedman had insisted upon the strong relationship between changes in the monetary aggregates and movements in the overall level of prices by observing statistics during the heyday of monetarism for many economies and for many time periods. And, for many years, evidence seemed to be by his side. But, after the Great Financial Crisis, the situation and data have changed and Friedman’s theory seems not to hold anymore.
Having not much faith in monetarism, Friederich von Hayek maintained that monetary expansions disrupt the market process, causing resources to be misallocated. It is not difficult to find evidence of Hayek’s prediction in the ECB’s quantitative easing program. The recent commitment by Frankfurt to extend the buying program to corporate bonds generated a rapid increase in the issuance of these securities. In just the month of August, traditionally a very calm one, the total issuance was €49.7B (€833.4B year-to-date). U.S. corporates switched to euro-denominated issuance, with very high-yield issuers amongst the most active in this rush, taking advantage from the higher risk appetite by investors for risky assets. Exactly what von Hayek defined with the term “malinvestments”, or investments undertaken by investors as a consequence of artificially low interest rates decided by central banks. The origin of bubble and financial crisis.


*Dr. Emanuele Canegrati is a PhD at Catholic University of Milan, economist at Department of Treasury, Head Market Analyst at BlackPearlFX and Fellow of the Liechtenstein Academy Foundation.

Dr. Keith Weiner is president of the Gold Standard Institute USA in Phoenix, AZ, and CEO of gold investment company Monetary Metals. He speaks and writes about free markets, money, credit, and gold.

Consequences of faulty central bank policies

Essay by Dr. Tillmann C. Lauk; presentated at the ECAEF Workshop, in Bratislava on September 8, 2016 

Since the GFC1 of 2008 all central banks of the Triade are pursuing the same monetary policies. All central banks of the advanced-/over-indebted economies stick to this recipe. The main tools are QE2, ZIRP3 and NIRP4 and possibly in the future „helicopter money“ and a ban of cash. All tools have in common that they are highly repressive, malicious for the economy (mal investments), they stealthy expropriate savers, and massively hurt retirees. What the tool-kit of central banks is targeting at:

• Quantitative Easing means buying assets from the commercial banking system which in return gives cash to the private banking sector. The money required for those purchases is simply „printed out of thin air“.

• 1st Rationale: increase credit to the economy in order to stimulate aggregate demand = what is supposed to spur productive investment and employment.

• 2nd rationale: create a wealth effect through raising asset prices = equities and other (financial) assets.

• 3rd rationale: through this increase of the money supply try to create controlled inflation and to devalue currencies in the hope to stimulate exports.

• 4th rationale: ZIRP or even NIRP aim at (a) bringing down the debt service obligations of the ever increasing sovereign debt and (b) forcing savers to spend.

Now, let’s check whether data support that statement …

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