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Subsidies: When Free Comes at a High Cost

Paper by Johan Norberg
13. Gottfried von Haberler Conference in Vaduz, May 19, 2017

Few things are more popular than free stuff, and many politicians have built a career on handing out generous subsidies to preferred businesses and groups. This has been the case since the first cities in Mesopotamia, when a class of rulers and priests began to demand tribute and redistributed parts of it to the subjects.

Most people view a subsidy as a welcome gift from benevolent governments. But as Ludwig von Mises pointed out: “The government has no more ability than individuals to create something out of nothing. What the government spends more, the public spends less.”

Every dollar spent by governments on subsidies is withdrawn from the public, either directly by raising taxes, or indirectly, by increasing government debt. As von Mises went on to say:
“Public works are not accomplished by the miraculous power of a magic wand. They are paid for by funds taken away from the citizens. If the government had not interfered, the citizens would have employed them for the realization of profit-promising projects the realization of which they must omit because their means have been curtailed by the government. For every unprofitable project that is realized by the aid of the government there is a corresponding project the realization of which is neglected merely on account of the government’s intervention.” …

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Norberg: Subsidies (DOC, 144kb)

Beat Kappeler Dinner-Rede
Joachim Starbatty Über den Missbrauch der Geldpolitik
Johan Norberg Subsidies: When Free Comes at a High Cost
Carlos A. Gebauer Plurimae leges, summa iniuria
Terry L. Anderson On Environmental Regulations, Private Property and Free Markets
Erich Weede Wieviel Umverteilung verträgt die Demokratie
Karl-Peter Schwarz Lügenpresse?

Über den Missbrauch der Geldpolitik

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Starbatty, MdEP
13. Gottfried von Haberler-Konferenz, Vaduz, 19. Mai 2017

Geld ist immer politisch, aber politisiertes Geld ist etwas anderes
Notenbanken, die an Ihrem Auftrag, den Geldwert stabil zu halten, festhalten, stehen oft im politischen Feuer, wenn sie mit ihrer Haltung die konjunkturpolitischen Kreise der jeweiligen Regierungen stören. Es ist deswegen wichtig, dass sie in der jeweiligen Bevölkerung Rückendeckung finden. Insofern ist Geld ein politisches Medium. Politisiertes Geld ist die Konsequenz politischer Aktionen, die über die Manipulation von Geldmenge und Zinsen politische Ziele, wie Haushaltsfinanzierung und Beschäftigungssteigerung, realisieren wollen.

Die Einstellung von Regierungen und Bevölkerungen zum Geld hängen zum großen Teil auch von den spezifischen Erfahrungen mit Deflation und Inflation ab. Daher sagt Joseph Schumpeter: „Nichts sagt so deutlich, aus welchem Holz ein Volk geschnitzt, wie das, was es währungspolitisch tut.“ Frankreichs Einstellung ist durch die verheerenden deflationären Prozesse im Zuge der Rückkehr zum Goldstandard der Vorkriegsparität in der zweiten Hälfte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts geprägt worden. Damit war der französische Franc überbewertet. Anstatt abzuwerten, wählte die Politik den Weg, über Lohnkürzungen international wieder konkurrenzfähig zu werden. Das führte in Frankreich zu Verarmung und löste erhebliche soziale Unruhen auslöste. Deutschland hatte demgegenüber 1923 unter einer galoppierenden Inflation gelitten, die die Geldvermögenbesitzer enteignete und den Mittelstand nahezu vernichtete. Im Jahre 1948 beendete die Währungsreform die zurückgestaute Inflation mit einem Rationierungssystem und strengster Warenbewirtschaftung. Daher sagen französische Politiker, Geld ist zu wichtig, um es …

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Joachim Starbatty: Missbrauch der Geldpolitik (DOC, 70kb)

Beat Kappeler Dinner-Rede
Joachim Starbatty Über den Missbrauch der Geldpolitik
Johan Norberg Subsidies: When Free Comes at a High Cost
Carlos A. Gebauer Plurimae leges, summa iniuria
Terry L. Anderson On Environmental Regulations, Private Property and Free Markets
Erich Weede Wieviel Umverteilung verträgt die Demokratie
Karl-Peter Schwarz Lügenpresse?

Haberler-Konferenz: Dinner-Rede

Am vergangenen Freitag fand in Vaduz (Liechtenstein) die XIII.  Internationale Gottfried von Haberler-Konferenz statt. Sie stand unter dem Motto: “The Economics and Politics of Interventionism. Wenn Bürokraten Unternehmehmer spielen.” Wir veröffentlichen an dieser Stelle die gehaltenen Vorträge von Konferenzteilnehmern, beginnend mit Beat Kappelers Dinner-Rede. Es folgen in chronologischer Reihenfolge die Vorträge der einzelnen Sessions:
Joachim Starbatty (Über den Missbrauch der Geldpolitik)
Johan Norberg (Subsidies: When Free Comes at a High Cost)
Carlos A. Gebauer (Plurimae leges, summa iniuria)
Terry L. Anderson (On Environmental Regulations, Private Property and Free Markets)
Erich Weede (Wieviel Umverteilung verträgt die Demokratie?)
Karl-Peter Schwarz (Lügenpresse?)


Gottfried-von-Haberler-Konferenz 2017: Dinner-Rede

Wenn Bürokraten Unternehmer spielen:
Die Politik des Interventionismus

Dinner-Rede von Beat Kappeler
Gottfried von Haberler-Konferenz, Vaduz, 19. 5. 2017

In diesem Moment fügen wir uns alle den Tischregeln, und es sind nicht wenige. Doch es sind Regeln aus Konvention, keine Autorität intervenierte dazu. Wer sie bricht, wird nicht von der Polizei abgeholt, sondern gilt als Banause. Ausserdem, und wichtiger – es sind Verfahrensregeln, nicht Regulierungen, welche das Resultat vorschreiben. Jeder Platz am Tisch muss ein Rotweinglas haben, aber niemand muss Rotwein trinken.

Die politisch verfügten Interventionen, Regulierungen hingegen tragen nicht diese Züge der Zivilgesellschaft. Interventionen der Politik werden dank ihres Machtmonopols verfügt und entsprechend sanktioniert. Hohe Bussen, Polizei, Anklagen, Richter und Gefängnis sind nicht weit.

Fruchtbar bleibt immer noch die Darlegung William A. Niskanens der bürokratischen Regelungen als zweiseitiges Monopol. Die Politik ist allein berechtigt, Interventionen zu bestellten, und die Verwaltung ist allein berechtigt, diese auszuführen. Es ist daher schwer dagegen anzukommen. Wenn sich die Politik dann schliesslich doch über das Problem beugt und die Bürgerklagen ernst nimmt, wirkt sie hilflos. Oder eher, sie behilft sich mit den bisherigen Mitteln, nämlich mit noch mehr Bürokratie, mit noch mehr Regeln. So werden in vielen Ländern neue Behörden zur Bürokratiefolgen-Abschätzung eingerichtet, zu Normenkontrollen, zu nachträglichen Evaluationen. Die Gesetzgebung selbst wird Regeln unterworfen, sun-set-laws werden erlassen, transparentere Entscheide werden gefordert. Den Siegeszug der Bürokratie hielt dies alles aber nicht auf.

Besonders verderblich sind Interventionen, welche Resultate vorschreiben, nicht nur Verfahren. Wir haben in neuerer Zeit bedenkliche Beispiele aufs Auge gedrückt bekommen. In der Energiewende treffen die Politiker plötzlich die Technologiewahl. Dabei hätte es genügt, die von Menscheneinwirkung unterstellten Klimaschäden geschickt zu internalisieren. Oder ein ganzer Kontinent wurde in eine neue, künstliche Währung gestürzt, um ihn zu integrieren. Dabei hätte ein wirklich offener Binnenmarkt dies allein und besser besorgt. Die Manie der Politik und der Verwaltung, Resultate zu befehlen, nicht nur Verfahren, zeigt sich bis in geringste lokale Massnahmen aller Ebenen. Warum aber?

Verlockungen zur Intervention …

Liberalismus und Intervention unterscheiden sich in der Wahl zwischen Verfahrensregeln und Resultatszwängen. „Liberalism is about means, not ends“. Im Gegensatz zum Liberalen hat der interventionistische Politiker das Vertrauen in die Bürger und Wirtschaftsakteure nicht, um Resultate abzuwarten. Denn Massnahmen schaffen immer – vermeintlich – sofortige Resultate. Da die Politik ihre Legitimität und Legitimation aus den kurzen Wahlperioden schöpft, kann sie nicht warten, sie will Resultate vorzeigen.

Zweitens verfügen politische Kräfte, Parteien selten allein über absolute Mehrheiten, sie schliessen also Kompromisse übers Kreuz unter sich, meist zu Lasten Dritter (des Steuerzahlers). Die Politologie des Public Choice beschreibt diese Fälle und Vorfälle ausgezeichnet. Der Dritte, der Steuerzahler macht meistens mit, weil die Mehrausgaben solcher Kungeleien ihn im Einzelfall nur marginal belasten, und weil viele solche Erlasse auf den „median voter“ schielen, also 51% der Wähler begünstigen. Die neueste Omnibus appropriations bill des US-Kongresses, um die Staatsausgaben bis September 2017 weiter zu führen, enthält auf 1665 Seiten 160 detaillierte Sach-Kompromisse zwischen den beiden Parteien, praktisch alle auf weiter laufende Ausgaben ausgerichtet, entgegen den Wünschen des Präsidenten …

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Beat Kappeler: Dinner-Rede, Haberler-Konferenz (DOC, 48kb)

Beat Kappeler Dinner-Rede
Joachim Starbatty Über den Missbrauch der Geldpolitik
Johan Norberg Subsidies: When Free Comes at a High Cost
Carlos A. Gebauer Plurimae leges, summa iniuria
Terry L. Anderson On Environmental Regulations, Private Property and Free Markets
Erich Weede Wieviel Umverteilung verträgt die Demokratie
Karl-Peter Schwarz Lügenpresse?

XIII. International Gottfried von Haberler Conference

‘Interventionism is a system that is contradictory and unsuitable even from the point of view of its sponsors, that cannot be carried out logically, and whose introduction in every case can effect nothing but disturbances in the smooth functioning of the social order based on private property’.

Ludwig von Mises (1881-1973)

haberler conference 2017

The Economics and Politics
of Interventionism

Wenn Bürokraten Unternehmer spielen:
Die Politik des Interventionismus

The XIII. International Gottfried von Haberler Conference will take place on May 19, 2017 in Vaduz, at University of Liechtenstein. Topic: “The Economics and Politics of Interventionism” – German translation: “Wenn Bürokraten Unternehmer spielen: Die Politik des Interventionismus”. The event will be organized and hosted by ECAEF – European Center of Austrian Economics Foundation.

By invitation only

Admission:
General: CHF 100 / 100 Euro; Students: CHF 50 / 50 Euro

Academic Director:
Kurt R. Leube, Tel. +1 650 248 4955; email: krleube at stanford edu

Administration and Media Contacts:
Rosmarie Lutziger, Tel. +423 235 1570, email: rosmarie.lutziger at lgt com

Conference Schedule on May 19, 2017
9:00-9:30 Registration/Fee
9:30-9:45 Welcome and Opening;
H.S.H. Prince Michael of Liechtenstein

Session I:
On Monetary and Economic Interventions
9:45-10:00 Chair: Peter Fischer (CH)
10:00-10:30 “Über den Missbrauch der Geldpolitik” (On the Abuse of Monetary Policy); Joachim Starbatty (D)
10:30-10:45 Discussion
10:45-11:15 Coffee break
11:15-11:45 “Subsidies: When ‘Free’ Comes at High Cost” (Subventionen sind teuer erkaufte Geschenke); Johan Norberg (S)
11:45-12:15 Discussion

12:15-13:45 Buffet Luncheon for all participants at conference site

Session II:
Interventionism Undermines the Legal Framework
13:45-14:00 Chair: Beat Kappeler (CH)
14:00-14:30 “Plurimae Leges, Summa Injuria: Die Gesetzesflut erzeugt grösstes Unrecht” (The Flood of Rules creates Injustice);  Carlos Gebauer (D)
14:30-14:45 Discussion
14:45-15:15 “On Environmental Regulations, Private Property and Free Markets” (Umweltschutz, Privateigentum, freie Märkte); Terry L. Anderson (USA)
15:15-15:30 Discussion
15:30- 16:00 Coffee break

Session III:
Some Adverse Effects of ‘Social Engineering’and Censorship 
16:00-16:15 Chair: Beat Kappeler (CH)
16:15-16:45 “Wieviel Umverteilung verträgt eine Demokratie?” (How Much Redistribution Can Democracy Withstand?); Erich Weede (D)
16:45-17:00 Discussion
17:00-17:30 “Lügenpresse? Über Journalismus, Zensur und Political Correctness” (Fake News? Does Political Correctness censure free Journalism?); Karl-Peter Schwarz (A)
17:30-18:00 Discussion (topic and general)

18:00-18:10 Farewell address:
H.S.H. Prince Michael of Liechtenstein
18:20-18:30 Transportation by bus to Vaduz Castle
18:30-19:30 Farewell Cocktail Reception at Vaduz Castle

Please note: Some titles might change. Relevant literature will be offered for sale by www.buchausgabe.de

Über Zentralbanken, Schuldenpolitik und den geprellten Bürger

Bericht von der 12. Gottfried-von-Haberler Konferenz, Erstveröffentlichung am 12. Juni 2016 bei “eigentümlich frei”

    Am 20. Mai 2016 wurde in Vaduz, im Fürstentum Liechtenstein, die diesjährige Internationale Gottfried-von-Haberler-Konferenz abgehalten. Veranstalter der heuer zum zwölften Mal stattgefundenen Konferenz ist das European Center of Austrian Economics Foundation (ECAEF), deren akademischer Direktor Kurt R. Leube ist. Das Generalthema der diesjährigen Konferenz lautete: „Über Zentralbanken, Schuldenpolitik und den geprellten Bürger“.

Strategie der Zentralbanken: Flutung der Märkte mit Geld
Strategie der Zentralbanken: Flutung der Märkte mit Geld.

    Am Vorabend der Konferenz merkte der Publizist und promovierte Historiker Michael von Prollius in seiner Tischrede an, dass viele Liberale als echte Individualisten oftmals einzeln unterwegs sind. Viele Liberale würden eben – wie Sisyphos in der griechischen Mythologie – den Stein alleine den Berg heraufrollen wollen, statt die Kräfte für gemeinsame Zwecke und Ziele zu bündeln.

    Unter solchen Einzelkämpfern finden sich mitunter natürlich auch geniale Geister – wie zum Beispiel Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek –, die dem liberalen Lager neuen intellektuellen Schwung geben. Doch auf solche Zufälle sollte – so von Prollius – nicht vertraut und gehofft werden, sondern notwendig sei eine Art von liberalem Stoßtrupp, von sich selbst ständig erneuernder Institution. Diese Institution solle stetig gute und brillante Köpfe hervorbringen, die die liberale Szene nach allen Seiten erfrischend vorantreiben …

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