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Hardy Bouillon, Wählerische Selektionen

hardy bouillon wahlerische selektionenNeu erschienen in unserer ECAEF-Buchreihe “Studien zur Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung”: Wählerische Selektionen von Hardy Bouillon.
Das Buch ist eine Einführung in die Theorie negativer Selektion. In ihr geht Hardy Bouillon einer Denkfigur nach, die ihn zu den Hauptvertretern der Austrian School of Economics führt; aber nicht nur zu diesen, sondern auch zu anderen bedeutenden Denkern, die bis auf wenige Ausnahmen dem Klassischen Liberalismus zuzurechnen sind. Auf seinem Weg gelangt er zu einer neuen Interpretation der Selektionsprozesse in Natur und Gesellschaft.

“Wählerische Selektionen” verknüpft ideenhistorische Forschungen mit philosophischen Fragestellungen, welche dem besseren Verständnis des Phänomens der Selektion gelten. Im Mittelpunkt der Abhandlung stehen die Theorie negativer Selektion und deren geistige Vorläufer. Das Buch  ist eine Mischung aus rund 200 Seiten Ideengeschichte, 100 Seiten Spieltheorie und 50 Seiten Handlungstheorie. Die entsprechenden Kapitel erfüllen naturgemäß unterschiedliche Aufgaben.

Zum Inhalt des Buches

Aus Sicht des Autors erfordert die Theorie negativer Selektion die Aufgabe manch lieb gewordener Sichtweisen und den Bruch mit dem gängigen Paradigma zum Verhältnis von Evolution und Selektion. In einer ausführlichen Einleitung (Kapitel 1) werden das Grundthema und die notwendigen begrifflichen Unterscheidungen „angestimmt“ und dargelegt, welche Kriterien die anschließenden Ausflüge in die Ideengeschichte ausgelöst haben (Kapitel 2).
Diese Ausflüge führen in die Ideenwelten von Hume, Darwin, Menger, Böhm-Bawerk, Mises, Popper und Hayek – um die wichtigsten zu nennen. Sie dienen der kritischen Würdigung der Vorläuferideen, die dem Autor den Weg zur Theorie negativer Selektion maßgeblich bahnten. Viele der genannten Autoren bieten teils übereinstimmende bzw. komplementäre und teils konträre Denkfiguren, die im Vorfeld der Theorie negativer Selektion eine Rolle spielen.

So kann man bei Hume eine Reihe von Beispielen ausmachen, die helfen, das rivale Verhältnis handlungskonstitutiver Kategorien zu illustrieren; z.B. das Verhältnis zwischen Beweggründen, Gemüt und Umständen oder das Verhältnis zwischen den Leidenschaften.
Darwin hingegen gibt ein gutes Beispiel für die nach wie vor dominierende Auffassung und deren Nachteile ab, die entstehen, wenn man negative Selektionen als Produkte und nicht als Prozesse versteht. (Im vorliegenden Buch werden negative Selektionen ausschließlich als Prozesse verstanden.) Er gibt aber auch ein gutes Beispiel für die Schwierigkeiten ab, die entstehen, wenn man Selektionen mithilfe der mutmaßlichen Vorteilhaftigkeit des Ergebnisses zu erklären versucht und nicht, wie in diesem Buch, mit der mangelnden Nachteilhaftigkeit.

Der Blick auf Menger und Böhm-Bawerk hat den für die Theorie negativer Selektion nicht hoch genug einzuschätzenden Vorteil, das Prinzip der Konkurrenzgemengelage erläutern zu können, das jeder negativen Selektion zugrunde liegt. Er hat zudem den Vorteil, den Prototypen einer einfachen allgemeinen Handlungstheorie sichtbar werden zu lassen. Der Blick auf Mises macht deutlich, dass es notwendig ist, diesen Prototypen weiterzuentwickeln, lässt aber auch erkennen, dass die von Mises vorgeschlagene Praxeologie nicht jene Weiterentwicklung ist, die im Rahmen der Theorie negativer Selektion geboten zu scheint.

Das Unterkapitel zu Popper zeigt indes, wie Interaktionen zwischen positiven und negativen Selektionen gedacht werden können. Es zeigt auch – wie das Unterkapitel zu Darwin –, dass nach wie vor die Auffassung dominiert, negative Selektionen als Produkte und nicht als Prozesse zu verstehen, und dass die Verwechslung von Prozess und Produkt Anlass zu Fehldeutungen bietet. So wird z.B. in Poppers Wissenschaftstheorie in der Regel ein Paradebeispiel für die Theorie negativer Selektion gesehen. Diese Sichtweise hat ihre Berechtigung, wenn man die Produktperspektive einnimmt und auf die Eliminierung falsifizierter Theorien verweist. Aus der Prozessperspektive heraus betrachtet haben wir es jedoch mit einem Beispiel zu tun, das als eine positive Selektion zu deuten ist. Schließlich ist Poppers Methodologie eine erdachte Entscheidungsmethode mit klar umrissenen Kriterien, die festlegen, wann Theorien als falsifiziert auszusehen sind.

Das Unterkapitel zu Hayek legt offen, dass die Sensory Order als die wichtigste Vorstufe zur Theorie negativer Selektion anzusehen ist. Leider war es Hayek nicht vergönnt, seine darin geäußerte Auffassung weiterzuentwickeln; sehr zu seinem Leidwesen, weil dieselbe, wie er es formulierte, „the foundation of all my thinking“ war. Die Hoffnung, mithilfe seines Freundes Popper, den von beiden übereinstimmend als ihre gemeinsame Grundposition bezeichneten „Negativismus“ vorantreiben zu können, scheiterte an Poppers mangelndem Interesse. Zu diesem Schluss führt das Unterkapitel, das dem Briefwechsel von Popper und Hayek gilt.
Kapitel 3 nimmt eine Sonderrolle ein. Es beschäftigt sich mit dem Zahlenrätsel Sudoku. Insofern betreibt es „Spieltheorie“ im weiten Sinne. Der Grund, warum diesem Zahlenrätsel ein so umfangreiches Kapitel gewidmet wurde, liegt in der Anschaulichkeit, mit der die Charakteristik negativer Selektionen erläutert werden kann. Er liegt ferner in der Unbestechlichkeit, die jeder Methode eigen ist, die das zu Zeigende allein mittels logisch-mathematischer Schlussfolgerungen ableitet.

Kapitel 4 dient dem Ziel, die über die Vorkapitel verteilten Gedankenstränge hinsichtlich einer einfachen allgemeinen Handlungstheorie (EAH) zu bündeln, systematisch zusammenzuführen und anhand eines anschaulichen Beispiels zu illustrieren. Es zeigt, wie das menschliche Handeln im Rahmen der Theorie negativer Selektion als ein Prozess konsekutiver und sequentieller Bedürfnisbefriedigung gedeutet werden kann und wie man die EAH in eine empirisch überprüfbare Theorie überführen kann.

Hardy Bouillon Waehlerische Selektionen

ECAEF Studien zur Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, Bd. 11
Hardy Bouillon
Waehlerische Selektionen
Einführung in die Theorie negativer Selektionen
ISBN: 978-3-942239-19-6
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Wählerische Selektionen –
Leitgedanken des Buches

Der Autor geht – wie Hayek auch – davon aus, dass die wahrnehmbare Welt aus Ereignissen besteht, und nicht aus Objekten; dass wir Phänomene erkennen, und nicht Dinge. Er nimmt – wie Hayek auch – ferner an, dass die Phänomene der Welt das Ergebnis von Selektionsprozessen sind.

Eine zentrale These des Buches ist, dass derlei Selektionsprozesse zwei Grundformen annehmen können: Sie können entweder in Form einer positiven Selektion auftreten oder in der einer negativen Selektion. Das Ziel des Buches ist, diese beiden Formen zu charakterisieren und darzulegen, dass die negative Selektion der positiven Selektion (entwicklungsgeschichtlich) vorausgeht.
Eine einfache Form, die beiden o.g. Grundtypen der Selektion zu unterscheiden, bietet folgende Distinktion: Ein Ereignis erfolgt im Rahmen einer positiven Selektion, wenn es aufgrund der Selektion eintreten muss und aufgrund der Selektionskriterien an keiner anderen Stelle erfolgen kann. Ein Ereignis erfolgt im Rahmen einer negativen Selektion, wenn aufgrund der Selektion irgendein Ereignis eintreten muss und aufgrund der Selektionskriterien kein optionales Ereignis eintreten kann.

Beispiele positiver Selektionen kennen wir zuhauf. Für sie ist typisch, dass es einen oder mehrere Urheber bzw. Ursachen gibt, die konstitutiv sind. Typisch ist auch, dass die Selektionskriterien entweder offenliegen oder zumindest rekonstruierbar oder gar identifizierbar sind. Charakteristisch ist außerdem, dass die Selektionskriterien das Ergebnis eindeutig bestimmen.
Wenn man davon ausgeht, dass alle (wahrnehmbaren) Ereignisse der Welt Ergebnisse von Selektionsprozessen sind, dann ist klar, dass nicht alle Selektionsprozesse im Sinne menschlich intendierter positiver Selektionen ablaufen können; allein schon deshalb nicht, weil viele dieser Prozesse vor unserer Zeit stattgefunden haben.
Zur Charakterisierung aller nicht-intendierten positiven Selektionen verbleiben somit nur zwei Denkfiguren. Die eine geht davon aus, dass jede positive Selektion einen anderen Urheber als den Menschen hat. Sie ist mit den gängigen Schöpfungsideen vereinbar, die eine übernatürliche Instanz als Urheber aller Entwicklungsprozesse vermuten.

Die andere Denkfigur geht davon aus, dass es Selektionsprozesse gibt, die gar keinen schöpferischen Urheber voraussetzen und daher auch nicht „positiv“ zu nennen sind. Sie steht eher der Evolutionstheorie nahe, die keine übernatürliche Instanz als Urheber aller Entwicklungsprozesse vermutet.
In unserem Buch spielt die erste der beiden verbleibenden Denkfiguren keine Rolle; ganz einfach deshalb nicht, weil sie nicht zur Theorie negativer Selektion führt. Bei der zweiten Denkfigur liegen die Dinge anders. Sie führt zu dieser Theorie. Um dies zu tun, muss sie allerdings einige Fragen klären. Sie muss (1) klären, was mit einer negativen Selektion gemeint ist. Sie muss (2) offenlegen, unter welchen Bedingungen ein einzelnes Ereignis im Rahmen einer negativen Selektion zustande kommen kann. Und sie muss (3) zeigen, unter welchen Bedingungen mehrere einzelne bzw. komplexe Ereignisse im Rahmen einer negativen Selektion zustande kommen können.

Der ersten Aufgabe wird man sehr gut mithilfe des Zahlenrätsels „Sudoku“ (Kap. 3) gerecht. Sudoku illustriert gleichermaßen, was es heißt, ein Ereignis (hier eine Ziffer) positiv zu bestimmen, und was es bedeutet, ein Ereignis (eine Ziffer) negativ zu bestimmen. Im einen wie im anderen Fall stellen die Ausgangsziffern die konstitutiven Bedingungen zur Ermittlung weiterer Ziffern dar. Die Art und Weise, in der sie das Ergebnis verursachen, ist jedoch verschieden. Im Falle einer positiven Bestimmung muss die gesuchte Ziffer x Feld y einnehmen, weil sie regelgemäß sonst nirgends hin kann, aber irgendwo hin muss. Im Fall einer negativen Bestimmung muss die gesuchte Ziffer x Feld y einnehmen, weil regelgemäß keine andere optionale Ziffer dort sein kann, aber irgendeine Ziffer dort sein muss.

Auch der dritten Aufgabe wird man mithilfe von Sudoku sehr gut gerecht. Sudoku illustriert sogenannte Dominoeffekte, bei denen eine negative Selektion die Folgeselektion einer vorangegangenen negativen Selektion bildet. Sudoku zeigt, welche Bedingungen solchen Dominoeffekte zuträglich, und welche ihnen abträglich sind.
Sudoku kann zwar auch herangezogen werden, um die zweite Aufgabe in Angriff zu nehmen. Es zeigt z.B., dass ein Ereignis im Rahmen negativer Selektion erst eintritt, wenn ein bestimmter Schwellenwert erreicht wird. Es zeigt auch, dass dieser Schwellenwert von einer oder mehreren Kategorien ausgelöst werden kann und von den Eigenschaften der Kategorien abhängt.
Der eigentliche Auslöser zur Lösung dieser zweiten Aufgabe bildeten allerdings die Ausführungen, die Menger und Böhm-Bawerk vorlegten, um die Grenznutzentheorie zu erklären. Auch die Anschaulichkeit dessen, was Sudoku erklärt, gewinnt, wenn man auf Menger und Böhm-Bawerk zurückgreift. Im Rahmen der Grenznutzlehre zeigt sich, dass die Auswahl einer menschlichen Handlung zur Befriedigung eines gegebenen Bedürfnisses nicht nur von dem Bedürfnis als solchem und dem Rang, den es in der Hierarchie der Bedürfnisse einer Person hat, abhängt, sondern auch von der akuten Intensität, mit der das Bedürfnis zur fraglichen Zeit empfunden wird.

Illustrieren wir das Gesagte an einem einfachen Beispiel. Die Selektion einer Handlung hängt zunächst davon ab, dass die auslösende Ursache einen gewissen Schwellenwert überschritten hat. Dieser Schwellenwert kann mittels einer Dimension erreicht werden. (Wir essen erst, sobald wir hungrig genug sind.) Er kann aber auch erreicht werden, indem zwei oder mehrere Dimensionen zusammenwirken. (Wir essen, auch wenn wir nicht sehr hungrig sind, weil der Kellner uns ein Tablett mit leckeren Canapés anbietet.) Ob mit Erreichen des Schwellenwerts die bedürfnisbefriedigende Handlung vollzogen wird, hängt auch von der Konkurrenz ab, in der die Bedürfnisbefriedigung mit anderen Bedürfnisbefriedigungen steht. (Wir greifen lieber zu einem Gläschen Sekt, das uns die ebenfalls vorbeikommende Kellnerin reicht.)
Im Buch wird dafür plädiert, dem Regelfall einer negativen Selektion mindestens drei Kategorien zu unterstellen. Diese drei Kategorien erhalten die Namen Ordinalität, Intensität und Opportunität. Die Namensgebung wurde in Anlehnung an die Ausgangsüberlegungen der Grenznutzentheorie getroffen. Gemeint sind der ordinale Rang eines Bedürfnisses in der Bedürfnishierarchie, die Intensität, mit der das Bedürfnis akut empfunden wird, und die Gelegenheit (die Opportunität), ein geeignetes Mittel zur Bedürfnisbefriedigung zu haben.

Der Vorschlag zur begrifflichen Verallgemeinerung macht es möglich, (1) den Weg zu einer einfachen allgemeinen Handlungstheorie einzuschlagen. Er eröffnet (2) die Möglichkeit zu einer allgemeineren Darstellung der Theorie negativer Selektion.
(Ad 1) Bezogen auf die im Buch vorgeschlagene einfache allgemeine Handlungstheorie kann man sagen: Eine menschliche Handlung wird ausgewählt, wenn eine menschliche Handlung stattfinden muss, aber keine optionale Handlung infrage kommt. Welche Handlung als Selektionsergebnis infrage kommt, wird durch die Gemengelage der Konkurrenzverhältnisse bestimmt, die innerhalb und zwischen jenen Kategorien bestehen, die als konstitutive Bedingungen der Handlung im Spiel sind. Aufgabe einer empirisch ausgerichteten Handlungstheorie muss es folglich sein, die Gemengelage der Konkurrenzverhältnisse im betrachteten Fall zu identifizieren.
(Ad 2) Mithilfe einer allgemeineren Darstellung der Theorie negativer Selektion kann man die Theorie auch auf andere Anwendungsgebiete auszuweiten, die nichts mit menschlichen Handlungen und deren Auswahl zu tun haben. Die allgemeinere Darstellung besagt, dass für negative Selektionen die Gemengelage der Konkurrenzverhältnisse, die zwischen und in den konstitutiven Kategorien bestehen, entscheidend ist. Diese Gemengelage stellt die Bedingung, ob ein Ereignis im Sinne einer negativen Selektion ausgewählt wird oder nicht.

Bedeutung und Nutzen des Buches

Bedeutung und Nutzen des Buches liegen (1) im wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Das gilt sowohl in ideenhistorischer als auch in philosophischer Hinsicht. Bedeutung und Nutzen des Buches liegen (2) im Herausstellen des außergewöhnlichen Beitrages, den Friedrich August von Hayek zur Theorie negativer Selektion geleistet hat. Sie liegen (3) in der systematischen Ausarbeitung einer einfachen allgemeinen Handlungstheorie (EAH), die an Überlegungen zentraler Figuren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie anknüpft und über diese hinausführt.
Das Buch wendet sich nicht nur an jene, die Interesse an Hayek und anderen Vertretern der Österreichischen Schule der Nationalökonomie haben, sondern auch an jene, die sich mit Fragen der Genese im allgemeinen und Fragen des Verhältnisses von Evolution und Selektion im Besonderen befassen; sei es im Bereich der reinen Abstraktion oder im Felde passender Anwendungsfragen.
Der Autor geht davon aus, dass seine Thesen für all jene von Interesse sind, die wissen wollen, welchen Beitrag Hayek zur Theorie negativer Selektion geleistet hat. Insofern dürften für Hayek-Forscher sowie alle am Hayekschen Gedankengut Interessierten in erster Linie die Unterkapitel zu Hayek (2.6, 2.7) von Interesse sein. Die Bedeutung Hayeks für die Theorie negativer Selektion erschließt sich allerdings erst, wenn die genannten Unterkapitel im Zusammenhang mit den übrigen Teilen des 2. Kapitels gelesen werden.

Für die Gruppe der an Hayek Interessierten dürfte aber auch die erwähnte einfache allgemeine Handlungstheorie (EAH) von großem Interesse sein. Diese Theorie ist zwar in erster Linie auf die Überlegungen von Menger und Böhm-Bawerk zurückzuführen, und in gewisser Weise auch auf Ideen von Mises und Popper, aber ohne das Zutun Hayeks wäre sie wohl kaum zustande gekommen.
Die einfache allgemeine Handlungstheorie (EAH) besagt, dass alle menschlichen Handlungen konsekutiv und sequentiell ablaufen. D.h., ist eine Handlung im Gange, so ist sie das für eine bestimmte Sequenz und wird, sobald sie abgeschlossen ist, von einer anderen Handlung abgelöst. Dauer und Abfolge der Handlungen werden nach dem Prinzip negativer Selektion bestimmt. D.h., die im Gang befindliche Handlung ist jene, die dasjenige Bedürfnis befriedigt, das in der Konkurrenzgemengelage der handlungskonstitutiven Kategorien vorn liegt. Lässt im Zuge der Befriedigung die Intensität des Bedürfnisses nach, gewinnt eine alternative Bedürfnisbefriedigung im Selektionsprozess die Oberhand und löst damit die Anschlusshandlung aus. Diese wird wiederum solange ausgeführt, bis sie nach dem soeben geschilderten Muster von der nächsten Handlung abgelöst wird.

Vereinfacht gesprochen: Der Mensch handelt, weil er aufgrund seiner Konstitution handeln muss. Welche Handlung er akut ausführt, hängt von dem Bedürfnis ab, das er im Konkurrenzgemenge vorn liegt und von der Handlung befriedigt wird.


*Hardy Bouillon (*1960) studierte Philosophie und Kunstgeschichte in Albuquerque, Oxford und Trier, wo er heute als Außerplanmäßiger Professor lehrt. Gastprofessuren führten ihn nach Duisburg-Essen, Frankfurt, Prag, Salzburg, Wien und Zagreb. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen Ordnung, Evolution und Erkenntnis (1991), Freiheit, Liberalismus und Wohlfahrtsstaat (1997) und Wirtschaft, Ethik und Gerechtigkeit (2010). Bouillon gab zudem zahlreiche Sammelbände heraus, stellte Breviere zu Popper und Kant zusammen und verfasste viele Artikel in führenden Zeitungen, wie etwa FAZ oder NZZ. Hardy Bouillon gilt als einer der führenden liberalen Sozialphilosophen und ist seit 2017 Fellow an der Liechtenstein Academy.

Kleines Lesebuch über den Freihandel

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Kleines Lesebuch über den Freihandel. Ebook von Detmar Doering.

Editor: Detmar Doering,
Vorwort: Otto Graf Lambsdorff

“Der Freihandel, eine der grössten Segnungen, die eine Regierung einem Volk erweisen kann, ist dennoch in fast jedem Lande unpopulär”. Von dem britischen Historiker Thomas Babington Macaulay stammt dieser Stoßseufzer aus dem Jahre 1824. Viele Verfechter des freien Welthandels können ihn nachempfinden. Anscheinend erhalten die Theorien, die den Freihandel stützen, so manche Wahrheit, die tief im menschlichen Geist verwurzelten Vorurteilen und Instinkten widerspricht. Viele Menschen können sich zum Beispiel anscheinend nicht vorstellen, dass ein freier und offener Welthandel den ärmsten und schwächsten Völkern dieser Welt nutzt. Dabei ist in Wirklichkeit gerade der Freihandel das beste Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung für die Benachteiligten dieser Welt, das wir kennen. Dort, wo wirtschaftliche Unfreiheit herrscht, ist auch die Armut am größten. Die Wahrheit ist: Kaum eine ökonomische Doktrin ist so sehr durch Theorie und Praxis bestätigt worden wie die des Freihandels …

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A Prince on Politics

Prince Hans-Adam II. The State in the Third Millennium
Prince Hans-Adam II.: “The State in the Third Millennium”

A book review by Kurt R. Leube

   “The State in the Third Millennium” is a remarkable work. Elegantly written by a historian who is simultaneously a head of state, politician, successful international businessman, world famous art collector, and leading philanthropist, it will doubtless provoke some frank debates. After much research and historical study of the concepts, purposes, and limitations of the state, Prince Hans-Adam II, the reigning prince of Liechtenstein, has published a work of critical importance. In view of the growing loss of confidence in democracy and the current state of unchecked governments, Hans-Adam confronts the prevailing intellectual and political despondency in an audacious way.
Right from the start, Hans-Adam II passionately discloses his firm commitment to the classic liberal (in the European sense) principles of self-determination, direct democracy, and free international trade. Although the idea of self-determination has been incorporated in the un Charter, it regretfully “remains a central but still unfulfilled principle of the un.” Almost no country besides Liechtenstein has firmly enacted the right of self-determination. In states with self-determination, the population cannot be forced to cooperate with the government; rather it is the obligation of the state to make the effort to work together with its citizenry. After all, in the case of a lack of cooperation it is usually the supreme power of the state, and not the individual citizen, that falls apart.
The author takes us from the still somewhat murky origins of the state and the fundamental roles religions and ideologies have played in it to an intriguing discussion of the developments in military and transportation technologies and how much they have contributed to the size and strength of nations. History shows that in the long run the very idea of democracy proves to be incompatible with great and powerful states, most likely due to the fact that huge landmasses can be preserved only by means of totalitarian, or at least authoritarian, control. Following ancient Greek philosophy, the prince differentiates the cyclical evolution of monarchy, oligarchy, democracy, and anarchy. His goal seems to be the prevention of anarchy, and so he argues that the three elements of monarchy, oligarchy, and democracy “should be brought together so that they operate in harmony for the benefit of the state and its population.” Over time, he writes, the symbiosis between a monarchy based on religious legitimation and an oligarchy started to fade when the religious legitimation of monarchy was brought into question and the possibility emerged that democratic legitimation could be possible even in large states. The successful example of the American Revolution started a worldwide process that even today, after two hundred years, is not yet concluded.
The chapter on the “American Revolution and Indirect Democracy” discusses why the U.S. Constitution became such a dominant liberal (again, in the European sense) prototype for 19th- and 20th-century Europe, Latin America, and beyond. “Despite its weaknesses,” Prince Hans-Adam II notes, “the model of democratic legitimation of oligarchy and monarchy realized by the American Revolution represented a tremendous step forward in the history of the development of the state.” And yet, for him neither the American Constitution, nor almost any other modern constitution, can be viewed as the founding works of true democracies because “at the most, one could speak of certain democratic rights” granted to the population.
The author’s analysis of the major steps Switzerland’s Constitution took towards the developments of direct democracy helps one understand the current Swiss political system. The Swiss Constitution does not limit the right of the population to election of a representative who will then act in their behalf. In their direct democratic system “the people themselves have the right to make material decisions.” The “Referendum, which gives the people the right to vote directly on a decision of parliament,” and the “Right of Initiative” that grants the citizenry the irrefutable right to make material decisions are themselves the two fundamental pillars of direct democratic systems. For Prince Hans-Adam II, the difference between the U.S. and Switzerland thus lies in the structure of the state. Whereas in the U.S. the counterbalance to the Congress and the courts is the president, in Switzerland the executive branch, the legislature, and the courts are controlled by direct democratic forms. Over time and in comparison, the direct democratic model thus has “brought the people more democracy than the indirect democracy of the United States.” Unlike all other constitutions of Western countries, only those of Switzerland and particularly of Liechtenstein feature the direct democratic legitimation of their political functions. And even though it is very small in size and population, Liechtenstein’s legal framework has made a number of important new contributions to the further development of direct democracy and the right of self-determination.
Thus, Chapter 8 is devoted to the principality’s advanced constitutional reform of 2003. It concludes by describing Liechtenstein’s monarchy as “a partnership between the people and the Princely House, a partnership that should be voluntary and based on mutual respect.” The hereditary monarchy in Liechtenstein “always needs the confidence of a majority of voters and thus democratic legitimation” worked mutually well during the past 300 years.
After discussing the many weaknesses built into the traditional forms of most Western democracies, Prince Hans-Adam II presents his vision of a future state as a peaceful service provider. According to the Prince, the challenge of our times is the advancement of ideas that will lead to the development of a state model that accomplishes:

1. the prevention of all wars, including civil wars;
2. the serving of the entire population of a country and not just a privileged section;
3. the provision of “maximal democracy” and the certainty of individual freedom through the rule of law;
4. and, last but not least, the enabling of the state to compete globally.

  According to Hans-Adam II, these objectives can only be accomplished by transforming the state as we know it into “an organization that serves the people and not the other way around.” In tune with the academic tradition of the great classical liberal thinkers, Hans-Adam too attempts to limit the powers of government and the legislature and to assure the working of the Rechtsstaat as a safeguard of individual liberty. The clear separation of powers, a government under the law, the distinction between private and administrative laws, and the provision of due process for the enforcement of law — these are the guiding principles of the liberal Rechtsstaat. Only under the rule of law is everybody, including the government and the so-called sovereign parliaments, bound by rules. Political decisions thus are warranted to be made in accordance with known and general rules and not according to the apparent popularity of particular outcomes or, worse, whatever the majority finds expedient to do in order to retain majority support. The author’s ideas about the various tasks of the future service state, especially pertaining to most social security systems, pension funds, educational systems, and questions of public finance will undoubtedly provoke intensive discussions.
Although scarcity is a condition of our existence, most beneficiaries of the current welfare state were made to think of their provider as an infinite resource through which benevolent politicians appropriate assumed well-deserved benefits and favors. However, due to our finite supplies, any redistributional subsidy for one segment of the population must necessarily result in a denial of comparable funding for another section. When people are exposed to this sort of social redistribution, the anticipation of benefits and the growing loss of self-responsibility generates more welfare dependents, at staggering costs. And yet, rent-seeking politicians keep abusing the welfare systems by irresponsibly overloading future generations with financial obligations they will never be able to meet. In other words, “apart from its high cost, the system threatens the freedom of the individual and in a democracy gives political parties the possibility of ‘buying’ votes with taxpayers’ money. The welfare state faces a crisis in the age of globalization with the rapidly increasing mobility of people, services, and goods.”
‘The State in the Third Millennium’ devotes a chapter to the problems related to education. In it, the author asks “whether it should be one of the responsibilities of the future state to run the education system.”
Most state-run and unfunded pay-as-you-go pension systems are on the brink of collapse, and soon-to-be-deprived beneficiaries are already angrily defending their presumed claims, while others are facing confiscatory tax obligations. Thus does progressive taxation lead to decreasing motivation and public outbursts of discontent. “In order to prevent greater crises, the retirement age will have to be increased, and the pension system will have to be changed gradually from the current unfunded pay-as-you-go system to a funded system,” Prince Hans-Adam II writes. He recommends a full privatization. By changing the present patronizing social security benefit structure into a market-based capital accumulation system, pensions and other transfer funds will become transparent and will be determined by the individual’s contributions, and not by some politically decided standards of justice or even merit. With such radical changes made, a population will finally be able to keep the overpowering domain of the state in check and revive its own innate feelings of self-responsibility, dignity, and social bonds.
The State in the Third Millennium devotes a chapter to the problems related to education. In it, the author asks “whether it should be one of the responsibilities of the future state to run the education system.” After all, knowledge or ignorance are quite relative concepts; they can hardly be defined as public goods. There is not much reason to believe that even if some supposed best knowledge were made available to all it would result in a better society. The ideal of state education may well be traced back to J.G. Fichte’s and Wilhelm von Humbodt’s Prussia, which in the early 19th century created a system that combined obligatory education with government-run educational institutions. However, due to social and demographic changes, most of these publicly financed systems today can not be fully funded, nor is their present quality something to be trumpeted. “Instead of using taxpayers’ money to finance the education system, it is much better to subsidize parents or students so that they can themselves choose the school that in their opinion is best for them,” Prince Hans-Adam II astutely notes. He puts forward the idea of school vouchers, which Milton Friedman introduced in his influential essay, “The Role of Government in Education,” in the 1950s. Hans-Adam’s suggestion, like Friedman’s model, retains a decisive role for the state within the education system, but schools and other learning institution, he believes, should be exposed to competition.
There are other engaging chapters, on topics ranging from transportation, to public finance, to the problems of a national currency and the array of other duties that states have taken over during the past 200 years. Prince Hans-Adam II asks provocative questions: How should a future state finance itself if the governmental obligations “are limited to maintaining law and order, conducting foreign policy, and financing education”? Should we continue to permit the state to coerce as much as it can from the taxpayer? Should the state of the future be reduced to the role of a provider of the necessary infrastructure?
Especially poignant are Prince Hans-Adam’s thoughts on the conditions that must be met in order to have and maintain a national currency. And yet, one misses in this book Friedrich A. von Hayek’s radical and thought-provoking idea regarding concurrent currencies, published in his short but important essay, “Denationalization of Money.” So long as the state holds the legal tender monopoly on money creation and distribution, Hayek wrote, the temptation to inflate a currency and thereby gain a temporary economic boost is usually much too strong for politicians to resist. A market solution would therefore allow private enterprises to issue their own competing currencies, and the general public would naturally choose the most reliable, stable money, which is least prone to inflation. Consistently applied, the private issuance of money would not only prevent governments from damaging the economy, restricting the freedom of individuals, and robbing them from the fruits of their work, but it would also bring to a halt the constant expansion of governments.
In order to achieve the promising future he desires, Prince Hans-Adam II develops several motivating strategies. As its title suggests, for instance, his book ends with a carefully drafted charter for the state in the third millennium. Written in candid language, and based often on the advanced Constitution of the Principality of Liechtenstein, his book could become a key to limiting the growth of government and its involvement in an ever-widening sphere of life. The author’s ideal of the future state — one which guarantees the people’s right to self-determination and which would transform the state into a peaceful service corporation — may not be realized in full. Indeed, some parts of his vision might even remain in a distant utopia. A swift succession of new ideas is hardly a criterion for an achievement of powerful significance, of course, but the ideas and solutions presented in this book could certainly help to revive long-dead debates.
The Prince’s political philosophy is a remarkable attempt to contribute to bettering representative democracies — governments which are even now being challenged by an angrily disengaged populace and find themselves on the brink of social and financial collapse. His integration of the relevant literature, combined with bold ideas, family history, and his own experiences heading a state, makes The State in the Third Millennium an elegantly written tome, a rewarding read, and a very valuable contribution.


Prince Hans-Adam II.: The State in the Third Millennium. I. B. Tauris & Company, 208 Pages, $45.00. -> Buy at Amazon


Kurt R. Leube is professor of economics emeritus and research fellow at the Hoover Institution, Stanford University. He also serves as academic director of ECAEF – European Center of Austrian Economics, a Think Tank based in the Principality of Liechtenstein.

Die Schulden im 21. Jahrhundert

Daniel Stelter, Die Staatsschulden im 21. Jahrhundert
Daniel Stelter, Die Staatsschulden im 21. Jahrhundert

ECAEF-Buchempfehlung (Austrian School of Economics applied!) – Daniel Stelter* “Die Schulden im 21. Jahrhundert – Was ist drin, was ist dran und was fehlt” feierte kürzlich Buchpremiere.  Die gute Nachricht für Befürworter der Österreichischen Schule der Ökonomie: Daniel Stelter widerlegt mit seiner Schrift Thomas Piketty. Stelters Buch von nur 160 Seiten ist ein knalliger Gegensatz zu Piketty’s 800 Seiten starkem „Das Kapital im 21. Jahrhundert“. Und um noch eins draufzusetzen, nennt Stelter sein Büchlein „Die Schulden im 21. Jahrhundert“.
Stelter zeigt eindrucksvoll, dass Piketty die Bedeutung der Schulden völlig unterschätzt. Nur wer die Dynamik von Verschuldung und Entschuldung verstehe, könne aber Vermögensverteilung und Wirtschaftskrisen verstehen und Lösungen erarbeiten. Die diesbezüglichen Argumente des Autors sind schlüssig und überzeugend.
Aber es gibt auch eine schlechte Nachricht: Selbst Stelter weiss keinen schmerzlosen Ausweg aus der expliziten und impliziten Schuldenkrise. Die Aussicht auf höheres Wirtschaftswachstum stösst schon aus Gründen der Demografie an Grenzen; — die Bevölkerung wird immer älter und schrumpft, die Gesamtproduktivität nimmt deshalb eher ab als zu. Eine moderate Inflation will und will sich nicht einstellen. Wenn das ‘Gelddrucken’ so weitergeht, sei eher eine Hyperinflation wahrscheinlich – eine Katastrophe ohnegleichen! So bleibt als einzige Lösung die Sanierung der Finanzen durch einen Schuldenschnitt. Für Piketty ist der Schuldenschnitt eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, für Stelter ein solcher Schritt  nur ökonomische Logik.

*) Daniel Stelter ist Gründer des Forums Beyond the Obvious und davor Senior Partner und Managing Director bei The Boston Consulting Group – BCG.

Environmental Markets: A Property Rights Approach

Environmental Markets: A Property Rights ApproachIn a new book “Environmental Markets”  Terry L. Anderson and Gary D. Libecap explain the prospects of using markets to improve environmental quality and resource conservation. No other book focuses on a property rights approach using environmental markets to solve environmental problems. Anderson and Libecap apply this approach to land, water, wildlife, fisheries, and air. The book has been published in May 2014. It concludes by discussing tougher environmental problems such as ocean fisheries and the global atmosphere. The authors compare a market-based property rights approach with standard approaches to these problems using governmental management, regulation, taxation, and subsidization, emphasizing that neither governmental nor market solutions are a panacea. Environmental Markets is the inaugural book in Cambridge Studies in Economics, Choice, and Society, a new interdisciplinary series of theoretical and empirical research focusing on individual choice, institutions, and social outcomes, edited by Peter J. Boettke and Timur Kuran.

     If you are interested in receiving examination copies, please contact Ellena Moriarty at emoriarty@cambridge.org. The book is also available for purchase at Amazon.com

     Praise for “Environmental Markets”:

     “Two of the world’s leading scholars on property rights and the environment … offer a rich review of the myriad creative ways in which market forces can be harnessed to improve environmental quality. The book’s fresh perspective on the question of how best to solve problems ranging from climate change to overfishing reminds economists and their students to look before they leap, with regulation as a solution.”

Sheila M. Olmstead, The University of Texas at Austin

     “The world is bedevilled by problems caused by lack of private property rights. Terry Anderson and Gary Libecap document just how many environmental problems could be solved by granting stronger property rights to tackle ‘tragedies of the commons,’ in which open access results in a destructive free-for-all.”

Matt Ridley, author of The Rational Optimist


TERRY L. ANDERSON
is the president of the Property and Environment Research Center (PERC) and Senior Fellow at the Hoover Institution, Stanford University. Anderson is the author or editor of thirty-seven books including, most recently, Tapping Water Markets with Brandon Scarborough and Lawrence R. Watson. He has been published widely in both professional journals and the popular press and has received many awards for his research and teaching.
GARY D. LIBECAP is Professor of Corporate Environmental Management in the Donald Bren School of Environmental Science & Management and Professor of Economics at the University of California, Santa Barbara. He is also a Research Associate at the National Bureau of Economic Research in Cambridge, MA, a Research Fellow at the Hoover Institution, Stanford University, and a Senior Fellow at PERC, Bozeman, Montana. ABOUT PERC—Founded more than 30 years ago, PERC—the Property and Environment Research Center—is the nation’s oldest and largest research center dedicated to improving environmental quality through property rights and markets. Learn more at PERC.org.