Parallelwährungen – Ausweg aus der Krise?

Ausweg aus der EURO-Krise?

Zum zweiten Mal veranstaltete die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft gemeinsam mit der in Liechtenstein ansässigen European Center Austrian Economic Foundation (ECAEF) eine Konferenz speziell zu Fragen rund um den Euro. Konferenz-Motto:

Parallelwährungen: Ausweg aus der Krise?
Ist der Euro noch zu retten?

Den Luzerner Privatbankier Karl Reichmuth treibt das Thema besonders um – auch jenseits seines beruflichen Interesses in Sorge um das Geld seiner Kunden. Während für die meisten Menschen Geld einfach das ist, was man im Portemonnaie oder auf dem Bankkonto hat, denken Wirtschaftsexperten in aller Welt auch über Parallelwährungen als Alternative zu dem ungedeckten Papiergeld nach, das seit 1971, als US-Präsident Richard Nixon die Goldeinlöseplicht des amerikanischen Dollar abschaffte, die Welt dominiert. Bis dahin konnten Notenbanken gegen Vorlage von 35 US Dollars die Herausgabe einer Unze (31,1035 Gramm) Gold verlangen. Dies hatte das im amerikanischen Bretton Woods 1944 geschaffene Weltwährungssystem fester Wechselkurse bis dahin vorgesehen. Danach war Papiergeld beliebig vermehrbar – und damit von Politikern und Regierungen manipulierbar.

Mindestens ebenso interessant wie die Redner der Währungskonferenz am 5. November 2018 im Steigenberger Parkhotel Düsseldorf waren viele der Teilnehmer, die den Diskussionen folgten. Joachim Starbatty, Euro-Gegner der ersten Stunde und Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Euro-Rettung, ESM und Griechenland-Hilfe, saß ebenso im Publikum wie Bruno Bandulet, der gerade sein neues Buch „DEXIT“ herausgebracht hat. Im Untertitel des neuen Bandulet-Buches heisst es: „Warum der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro zwar schwierig, aber dennoch machbar und notwendig ist“.

Bandulets besonderes Interesse an Fragen der Geopolitik wird von dem ebenfalls in Düsseldorf anwesenden Erich Weede geteilt, der zuletzt auf der Frankfurter Buchmesse am Stand der Jungen Freiheit seine Gedanken über den Aufstieg Chinas zur Weltmacht darlegte und eine wachsende Kriegsgefahr feststellte.
Mit einer Parallelwährung haben Deutsche, die die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, umfangreiche Erfahrungen gemacht. Nach dem verlorenen Krieg war das alte Geld nichts mehr wert. Schnell etablierte sich eine Parallelwährung in Form von Ziga-retten. Das hörte erst auf, als es im Juni 1948 zur Währungsreform und grundlegenden Wirtschaftsreformen unter Ludwig Erhard kam. Die neu geschaffene D-Mark, deren erste Scheine in Amerika gedruckt worden waren, war knapp, hart und begehrt. Sie erfüllte alle Funktionen und Erwartungen an eine Währung: Sie fungierte als Recheneinheit und Tauschmittel. Vor allem aber diente sie der Wertaufbewahrung – wichtig in einem Land, wo die Erfahrungen der Inflationszeit sich in das kollektive Gedächtnis der Menschen gebrannt hatte …

Lesen Sie den gesamten Konferenz-Beitrag hier ->
Schweizer Wirtschaftsbrief, 7. November 2018 (PDF)

Prinz Michael von und zu Liechtenstein auf der Tagung
Prinz Michael von und zu Liechtenstein auf der Tagung

Am 5. November 2018 veranstaltete die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft gemeinsam mit der ECAEF im Steigenberger Parkhotel (Düsseldorf) eine Konferenz speziell zu Fragen rund um den Euro. Die Tagung wurde modiert von Carlos A. Gebauer. Sprecher: Prinz Michael von und Liechtenstein, Dr. Konrad Hummler, Prof. Dr. Thomas Mayer, Frank Schaeffler MdB, Norbert F. Tofall, Prof. Dr. Roland Vaubel und Dr. Arthur Vayloyan.