Vernon Smith Prize submission of essays ends on Dec 1, 2015

Vernon Smith Prize 2014
Austrian Econonmics Applied: 8th International Vernon Smith Prize 2015.

CALL FOR PAPERS!

8th International Vernon Smith Prize 

for the Advancement of Austrian Economics, sponsored and organized by ECAEF – European Center of Austrian Economics Foundation, Vaduz (Principality of Liechtenstein).  Topic of the 2015 Essay Competition:


Edward J. Snowden:  Hero or Villain?


|- First Prize EUR 4,000 -|
|- Second Prize EUR 3,000 -|
|- Third Prize EUR 2,000 -|

  If a hacker intercepted communications and attacked private computers, it would be a crime. Yet when it’s done by a government, it represents a necessary component of national security and the protection of an unspecified ‘public interest’. Whether we are walking through a store, driving a car, checking e-mail, or simply talking to friends on a cell phone, we can be assured that some secretly erected government agency is listening in, tracking our behavior and storing huge amounts of metadata as a comprehensive record of what we do and who we are.  The abuse of power has become endemic to modern ‘democratic’ governance and legality becomes distinct from morality.
Can we assume that Snowden’s revelations only scrape the surface in revealing the lengths to which government agencies and their corporate allies will go? Is Edward Snowden just a mild mannered whistleblower carrying out a one man crusade against devilish state practices? Is he a Hero or a Villain? ECAEF invites papers on this topic which meet the following requirements:

1: Entries may be submitted by individuals of up to 30 years (in 2015).

2: Entries may not exceed 12 pgs.; 1.5 space; left/right margins no less then 1 inch; including a full bibliography and a 1/2 page summary

3: Entries must be submitted in English in electronic form (pdf) to krl@ecaef.li and must include a current CV, including DoB.

4: Entries must be received on or before December 1, 2015.

5. It is mandatory that all prize winners participate in the award ceremony in Vaduz. Prizes are not transferable and will be awarded on the basis of originality, grasp of subject, and the logical consistence of the argument. Essays will be judged by an international jury and the winners will be invited to present their papers at a special event in Vaduz, the Principality of Liechtenstein on February 15, 2016.

Lieber gleich statt frei?

Lieber gleich statt frei? | Der nachfolgende zum Download bereitgestellte Beitrag erschein am 24. Oktober in der Schweizer Zeitung “Finanz und Wirtschaft” (Seite 3). Prinz Michael von Liechtenstein: “Lieber gleich statt frei?”

Weiterlesen -> Finanz und Wirtschaft

Lieber gleich statt frei

Central Banks, Fiscal Policy and the Betrayed Citizen

haberler conference 2016

Topic and date of the XII. Gottfried von Haberler Conference have been announced:  Topic: “Central Banks, Fiscal Policy and the Betrayed Citizen” – German translation: “Zentralbanken, Schuldenpolitik und der geprellte Bürger”. The XII. Gottfried von Haberler Conference will take place on May 20, 2016 in Vaduz (Liechtenstein).  Once the Conference Schedule is set, we will be publishing it right here at ecaef.li.

Kleinheit als Last oder Lust

Dinner-Ansprache auf der XI. Gottfried-von-Haberler-Konferenz von Peter A. Fischer

Ich bin gebeten worden, Ihnen zur Einstimmung auf die XI. Gottfried-von-Haberler-Konferenz meine Gedanken zum Thema “Kleinheit als Lust oder Last” vorzutragen. Diese Anfrage habe ich mit Freude angenommen. Denn gerade in wirtschaftlich so turbulenten Zeiten wie den gegenwärtigen scheint mir die Initiative von Prinz Michael, S.D. Prinz Philipp und Kurt Leube besonders notwendig und wichtig, die ECAEF im Fürstentum zu gründen und Ideen, die die Freiheit fördern, zu unterstützen. Konferenzen wie die unsrige bieten den dringend benötigten Raum, um brennende Fragen jenseits des tageshektischen Mainstreams aus einer liberalen Optik heraus zu diskutieren. Da mache ich natürlich gerne mit. Bedeutet Kleinheit nun “proudly small”, stolz klein und erfolgreich sein zu, wie es das Motto des letzten St.-Gallen-Symposiums eben erst suggerierte? Oder heisst das eher, “im Würgegriff grosser Staaten” zu schmoren, wie wir es morgen diskutieren werden? Kleinsein ist immer relativ. Ich fühle mich gross und sehr geehrt, als Schweizer hier im schönen Fürstentum Liechtenstein diese Tischrede halten zu dürfen, geeint im Bewusstsein der Erfahrung kleiner Länder.

Erlauben Sie mir zuerst eine persönliche Reminiszenz. Als kleiner Schuljunge war ich früh relativ hochgewachsen. Aus rein körperlichen Gründen konnte ich etwas weiter springen als die meisten meiner Klassenkollegen, und ich war auch etwas stärker. Allerdings fand ich es im Allgemeinen spannender, Bücher zu lesen als meine Kräfte in Jungenkämpfen auf dem Pausenhof zu messen. Einer der körperlich am kleinsten Gewachsenen schien dies als herausfordernde Arroganz zu empfinden. Er wollte sich dauernd gegen mich beweisen und versuchte, Kollegen gegen mich aufzubringen, um mich gemeinsam in Bedrängnis zu bringen. Ich konnte das nicht verstehen, hatte ich ihm doch gar nichts angetan. Seit diesen jungen Jahren habe ich das Gefühl, dass Grösse und Kleinheit beide auf ihre Art Last und Lust sein können. Durch meine natürliche Ausstattung hatte ich es in meiner Kindheit in manchem etwas einfacher, während der kleine Schulkamerad offensichtlich darunter litt, körperlich vielen Klassenkollegen unterlegen zu sein. Dafür spornte ihn das zu aussergewöhnlichen Leistungen an. Er war ehrgeiziger, flinker und findiger als viele von uns, weil es für ihn nicht selbstverständlich war, sich durchsetzen zu können. Vielleicht sind die Parallelen etwas weit hergeholt.

Aber wenn wir Staaten betrachten, so fällt doch auf, dass es für kleine Länder überdurchschnittlich oft eine Lust zu sein scheint, klein zu sein. Laut den Daten der Weltbank zu Wohlstand und Wirtschaftsleistung pro Kopf waren kaufkraftbereinigt 2012 die folgenden zwanzig Staaten die wohlhabendsten der Welt: An erster Stelle stand Katar, gefolgt von Macao, Luxemburg, Kuwait, Singapur, Brunei, Norwegen, den arabischen Emiraten, der Schweiz an neunter Stelle, vor Bermuda, Saudiarabien, den USA, Hongkong, den Niederlanden, Irland, Oman, Österreich, Schweden, Deutschland und Dänemark. Bekanntermassen sind Erdöl und Erdgas für viele grössere Staaten eher ein Fluch als ein Segen, aber einige wenige scheinen fähig zu sein, diesen in breiter gestreuten Wohlstand umzumünzen – und das sind überdurchschnittlich oft kleine Staaten. Ganz generell zeigen die Daten, dass zehn der zehn reichsten und sechzehn der zwanzig wohlhabendsten Staaten kleine Länder mit weniger als zehn Millionen Einwohner sind.

Das heisst natürlich zum Glück nicht, dass Grosse keinen Erfolg haben können: die USA und das auch nicht gerade kleine Deutschland gehören in praktisch allen Ranglisten zu den zwanzig reichsten Volkswirtschaften. Natürlich ist Kleinheit per se auch kein Erfolgsgarant. Unter den ärmsten zehn Länder finden sich gemessen am kaufkraftbereinigten BIP pro Kopf vier kleine, aber 6 von 10 zählen mehr als 10 Millionen Einwohner. Typisch ist in den statistischen Daten leider auch die Arroganz der grossen Multilateralen: Vom kleinen aber feinen Liechtenstein gibt es nur Angaben zur Bevölkerung, jedoch keine vergleichbaren zur Wirtschaftsleistung. Dabei würde ein Einbezug des Fürstentums bestimmt die Dominanz von prosperierenden Kleinstaaten in der Spitzengruppe weiter verstärken. Von der Lust der Kleinheit Dabei ist es keineswegs selbstverständlich, dass kleine Länder so überdurchschnittlich erfolgreich sind.

Ökonomisch gesehen müssten grössere Staaten eigentlich besser dastehen, weil sie Skalenerträge ausschöpfen können, während kleinere von geringeren Koordinationskosten dank grösserer Nähe profitieren sollten. In einer freien Marktwirtschaft ist allerdings die Wirtschaft unabhängig von der Grösse der Staaten zum Glück recht dezentral organisiert. Wahrscheinlich deshalb sieht man von Skalenerträgen in den Makro-Daten wenig. Pro Kopf der Bevölkerung scheinen grosse Staaten zwar etwas weniger für allgemeinen Verwaltungsaufwand auszugeben. Aber dafür verfallen grössere Länder im Durchschnitt stärker der schädlichen Tendenz, mehr Aufgaben der öffentlichen Hand zuschieben zu wollen. Grössere Länder haben im Schnitt höhere Staatsquoten, und sie sind eher überschuldet.

Wo die verteilten Wohltaten von weit weg kommen, scheint die Versuchung erst recht gross, grosszügige soziale Auffangnetze zu spannen, anstatt, wie es der Singapurer Finanzminister kürzlich treffend formulierte: Trampoline. Trampoline im Sinne von sozialer Unterstützung, die es Gefallenen erleichtert, wieder aufzustehen, aber bei der diese dann schon selber wieder springen müssen. Laut den Daten der Weltbank figurieren bei den entwickelten Ländern unter den zehn am wenigsten verschuldeten Staaten nur gerade drei mit mehr als zehn Millionen Einwohnern.

Top-Performer ist das kleine Estland. Auf einen meines Erachtens ganz entscheidenden Vorteil der Kleinheit hat schon Gottfried von Haberler immer wieder hingewiesen, nämlich den positiven Einfluss internationalen Handels auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Kleinere Länder haben natürlicherweise keinen grossen Heimmarkt, den sie abschotten können, damit sich einheimische Firmen darauf konzentrieren. In der Regel ist deshalb ein grösserer Teil ihrer Wirtschaft wettbewerbsorientiert und damit produktiver als der Binnensektor.

Eine Untersuchung des Credit Suisse Research Institutes mit dem Titel “The Success of Small Countries and Markets” kam kürzlich zum Schluss, dass die Lust des Kleinseins darüber hinaus vor allem in deren überdurchschnittlich verlässlichen Institutionen und der Qualität der Ausbildung wurzelt. Das bestätigt auch der neueste Global Development Index des World Economic Forums. Dort haben nur gerade drei der zehn Länder, die beim Subindex der Ausbildungsqualität am besten abschneiden, mehr als 10 Millionen Einwohner. Meiner Ansicht das wohl zentralste Erfolgsgeheimnis prosperierender kleiner Staaten ist deren quasi erzwungene Subsidiarität. Entscheidungen und Verantwortung fallen in kleineren Ländern viel eher und schneller zusammen. Die Chance ist grösser, dass es rechtzeitig gelingt, Zusammenzusitzen und nach einer adäquaten, pragmatischen Lösung zu suchen. Staat und Bürger sind einander näher. In kleinen Ländern entspricht der Staat eher der Vision, die Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein in seinem Buch so eindrücklich dargelegt hat und bei der der Staat zum Dienstleistungsunternehmen wird, das dem Bürger dient.

Das ist keineswegs selbstverständlich, gibt es doch immer noch viel zu viele Länder, in denen der Staat eher einer bürokratischen Eliteorganisation gleichkommt, welche den normalen Bürger unter dem scheinheiligen Vorwand “höherer Ziele” ausnimmt. Um das zu erleben, muss man nicht einmal nach Moskau oder Peking übersiedeln, wie ich es vor einigen Jahren getan habe. Meine Erfahrungen haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass der offene Wettbewerb der Meinungen und Ideen in einer direkte Demokratie, das Recht auf “voice” und “exit” entscheidend sind für eine innovative Wohlstandsgesellschaft – entscheidend auch, um den Staat im Zaun zu halten. Kleinheit begünstigt die Chance, dass voice gehört wird und die Talentiertesten nicht mit den Füssen abstimmen und das Weite suchen.

Sie sehen, ich bin ein grosser Anhänger des Kleinen. Allerdings wäre es allzu naiv, nur das hohe Lied der Lust am Kleinen zu singen. Kleinheit als Last Es gibt ganz offensichtlich auch die Last der Kleinheit. Wenn sie bloss darin bestünde, für klein und niedlich befunden und deshalb nicht ganz ernst genommen zu werden (wie etwa die Schweiz in Deutschland), so liesse sich damit ganz gut leben. Doch erstens sind kleine offene Volkswirtschaften den Launen der Grossen und auch der Weltwirtschaft besonders ausgesetzt, wie es sich gerade seit der Finanzkrise wieder zeigt.

Wenn sich beispielsweise die internationalen Kapitalflüsse wegen realwirtschaftlicher Schocks oder geldpolitischer Kursänderungen stärker verändern, so tritt in kleinen Ländern und deren Finanzplätzen oft ein, was einer meiner Vorgänger als “Mokkatasseneffekt” bezeichnete. Unter flexiblen Wechselkursen bewirken solche Schocks schnell überschiessende Kursreaktionen. Liechtenstein und die Schweiz erfahren das gegenwärtig wieder schmerzhaft anhand der Frankenstärke, welche der Realwirtschaft ein ungewöhnlich hohes Mass an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abverlangt.

Dennoch halte ich es bisher eindeutig für einen Vorteil, eine eigenständige, stabilitätsorientierte Währung zu haben. Das gilt natürlich ganz besonders für Länder wie Liechtenstein und die Schweiz, wo der Finanzsektor einen wichtigen Teil der Wirtschaft ausmacht, auch wenn der nun auch unter dem starken Franken leidet. Aber die geldpolitischen Spillover-Effekte und damit die Verletzlichkeit haben in Zeiten immer unkonventionellerer Geldpolitik zugenommen. Zweitens hat der Streit um das Bankgeheimnis und um womöglich nicht ganz steuerkonforme Vermögen drastisch illustriert, wo die grösste Last der Kleinheit liegt. Der kleine Staat ist in einem Kräftemessen mit den Grossen ziemlich schnell recht wehrlos. Gross ist für den Grossen die Versuchung, an einem kleinen Staat (oder einem kleinen Finanzinstitut) ein politisch vermeintlich billiges Exempel zu setzen. Und wo öffentliche Kassen leer sind, werden hehre Prinzipien der Gleichbehandlung und des Rechtsstaats oft in Windeseile von reiner Machtpolitik verdrängt.

Damit die ungleichen Kräfteverhältnisse nicht zu sehr zur Last werden, sollte sich der Kleinstaat meines Erachtens erst recht bewusst sein, dass de jure und de facto Souveränität zwei unterschiedliche paar Schuhe sind. Stillschweigender automatischer oder schneller autonomer Nachvollzug mögen manchmal das kleinere Übel sein. Doch sie schränken die De-facto-Souveränität auch schmerzhaft ein. Um nicht im Würgegriff der Grossen nach Luft schnappen zu müssen, sollten kleine Länder ihre Interessen deshalb erst recht vorausschauend vertreten und frühzeitig Allianzen für ihre Anliegen schmieden.

Gerade in der Aufarbeitung der Finanzkrise hat sich aber wieder gezeigt, wie schwer dies in einer sehr direkten, auf Stabilität bedachten Demokratie wie der Schweiz ist. Da muss Veränderungen immer sehr viel Aufklärungsarbeit und Konsenssuche vorangehen. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass es dem Fürstentum Liechtenstein etwas friktionsloser als der Schweiz gelungen ist, sich auf den fundamentalen Wandel im internationalen Finanz- und Steuerwesen einzustellen. Gerät der Kleine erst in den Würgegriff der Grosse, sollte er eben besonders flink und findig sein, um sich diesem wieder zu entwinden. Klein im Grossen – gross im Kleinen Ich habe Ihnen bisher einige Gedanken zu Lust und Last der Kleinheit vorgetragen.

Doch wie steht es um das sich verändernde Verhältnis von Gross und Klein? Bei Unternehmen ist zu beobachten, dass wichtige Innovationen oft eher bei kleinen Startup-Unternehmen stattfinden als bei grossen Konzernen. Kleine Unternehmen bieten eine dynamischere, flexiblere Atmosphäre und gehen eher Risiken ein; öfters geht es bei Ihnen um alles oder nichts. Grosse Konzerne bieten dafür mehr Stabilität und Sicherheit und haben andere finanzielle Möglichkeiten als kleine. Erfolgreich scheinen die grossen Konzerne in ihren Forschungsabteilungen und Profitzentren aber am ehesten zu sein, wenn sie Bedingungen wie bei Kleinen schaffen. Kaum ein Unternehmen wirbt damit, gross und mächtig zu sein, klein im Grossen lautet vielmehr die Devise.

Klein im Grossen, das dürfte auch für Staaten kein schlechtes Rezept sein. Die USA sind ein sehr föderalistisch organisierter Bundesstaat und China wächst schnell, seit Reformen für einen intensiven Wettbewerb zwischen den Gebietskörperschaften und Sonderzonen sorgen. Die Europäische Union hat besser funktioniert, als noch die Schaffung eines Gemeinsamen Binnenmarkts im Vordergrund stand und Freiheit und Verantwortung im Kleinen einen höheren Stellenwert besassen. Dennoch möchte ich nicht nur das Hohelied der Kleinheit singen. Ich glaube nämlich auch, dass zu deren Lust zunehmend etwas mehr Grösse im Kleinen gehören sollte. Die Globalisierung hinterlässt Spuren und das ist auch gut so.

Vor diesem Hintergrund halte ich eine undifferenzierte Verherrlichung des nationalen Alleingangs für wenig zukunftsweisend. Ökonomische Integration braucht ein gewisses Mass an grenzüberschreitender Kooperation und übereinstimmender Regeln. Und Freiheit muss geschützt werden. Der liberale Vordenker Friedrich August von Hayek war bekanntlich ein Freund des Kleinen. In seinem Buch “der Weg zur Knechtschaft” schrieb er “Wir alle werden dabei gewinnen, wenn wir imstande sind, eine Welt aufzubauen, in der die kleinen Staaten atmen können.” Aber Hayek plädierte auch energisch für ein Dach über dem Nationalstaat. Er schrieb: “Wir brauchen eine internationale Instanz, die zwar nicht die Macht hat, den Völkern zu befehlen, was sie tun sollen, aber imstande sein muss, sie von Handlungen abzuhalten, die anderen schaden”.

Hayeks Aufruf hatte wohl nicht das im Sinn, was heute die EU lähmt. Hayek warnte eindringlich davor, dass zentralistisches ökonomisches Planen schnell auf eine schiefe Bahn führt. Aber er wusste auch, dass der Kleine und dessen Interessen davor geschützt werden müssen, tyrannisiert zu werden. Das zunehmend herausfordernd aggressive Verhalten von Putins Russland hat vielen die Augen geöffnet, dass Freiheit und Unabhängigkeit ohne militärische Sicherheit gerade für kleinere Staaten nicht selbstverständlich sind. Freiheit braucht Schutz. Wirtschaftspolitisch ist die EU derweil herausgefordert, weil sie sich in einer fehlkonstruierten Währungsunion politisch festgefahren hat. Als Reaktion darauf melden sich grundsätzlich integrationskritische Bewegungen zunehmend lauter zu Wort. Die schärfsten Europakritiker, ob bei UKip, Front National, AfD oder Pandemos in Spanien, sind dabei leider oft weniger liberal als nationalistisch-protektionistisch gesinnt. Die beiden Einsichten, dass Freiheit Schutz benötigt und kompromisslose Nationalisten oft nicht liberal gesinnt sind, böten vielleicht Anlass, sich auf eine neue Grösse im Kleinen zu besinnen. Für die EU könnte der drohende Brexit zum überfälligen Reformdruck werden, damit sich Europa wieder offener und effizienter auf seine tatsächlichen Stärken besinnt und Zusammenarbeit in Freiheit und Eigenverantwortung vor Zentralismus und Haftungs-Vergemeinschaftung stellt. Wirtschaftlich gefragt ist echter Wettbewerb in einem Gemeinsamen Markt, der zwar gemeinsame Spielregel setzt, aber nicht würgt, sondern offen ist und unterschiedliche Integrations- und Assoziationsstufen zulässt.

Gleichzeitig denke ich aber, braucht Europa in Fragen der Sicherheit und wohl auch der Aussenpolitik mehr Mut zur Grösse. Es gilt, erfolgreich Kleinheit im Grossen und Grösse im Kleinen wertzuschätzen. Dabei könnte mittel- bis längerfristig das nationale gegenüber dem lokal-regionalen wie auch dem multilateralen etwas an Bedeutung verlieren. Der überregionalen liechtensteinisch-schweizerisch-österreichischen Zusammenarbeit könnte da durchaus ein gewisser Modellcharakter zukommen.

Sehr geehrte Damen und Herren, den klein gewachsenen Schulkollegen von damals habe ich leider aus den Augen verloren. Aber ich denke, es ist sicher kein Nachteil, klein zu sein. Etwas mehr liberales Verständnis und Respekt würden Klein und Gross allerdings guttun – damals wie heute. Ich danke Ihnen.

No Diverse Populace Without Diverse Representation

Remarks about the latest Solidarity’s Shadow Report to the United Nations’ Committee on the “Elimination of All Forms of Racial Discrimination” by Herman Mashaba*

racism south africa
South Africa cannot be a diverse populace without diverse representation

This Solidarity’s Shadow Report to the United Nations’ Committee on the “Elimination of All Forms of Racial Discrimination” is more than a vital initiative. Racial discrimination has affected, over the last 300 years of our recorded history, the lives of every person living in South Africa, and unfortunately continues to do so today. It is impossible to be born black in South Africa and not to have experienced incidents of racism.

I was born in 1959 under the leadership of Prime Minister H. F. Verwoerd, known as the architect of apartheid, and by extension the unashamed advocate of institutionalised racism. I grew up in the black homeland of Bophuthatswana and experienced first-hand the results of racial segregation. Due to the apartheid policies, my parents had to travel to Johannesburg to find work, resulting in me living with my sisters in isolated rural Hammanskraal. Blacks were paid paltry wages and my widowed mother was unable to maintain a family with her R29 a month salary.

My mother stole supplies from her employer, and my sisters and I stole firewood and water from neighbouring white farmers, and we experienced being chased off these farms by gun-wielding farmers. These demeaning acts were prompted by nothing other than pure poverty, which was itself occasioned by Apartheid’s racially divisive policies. A typical day in my life might have been being told how a farmer had taught his son to shoot by using the labourers in the field to practice on, an incident in which my greatgrandfather was shot. Or waiting for my mother to come home in the middle of the night and return to work before dawn, so that her employer would not know she had left her backyard room during the night to take food to her children.

Experiences such as these engendered a deep suspicion and hatred of white people. This hatred was inflamed by my interaction with lecturers and administrative staff during my studies at the University of the North. After witnessing racial manipulation and brutality, I took a conscious decision to abandon my studies, and tried to illegally leave the country to join liberation freedom fighters in other parts of our continent. Regrettably, I did not have the connections to facilitate my desire to undergo military training and become a freedom fighter.

I have to admit that at that stage in my life, I was depressed and a very angry black youth. What depressed me the most was the thought of having to work for whites, something a detested as I was growing up. During my teens I opted to gamble and play a game of dice games in the township rather than work as a weekend gardener for a white man. But eventually reality sunk in, and I was forced to overcome my disdain for whites to the extent to which I knew I would have to work for them. I did work for whites, and Indians, and I did experience racism. But, these interactions taught me a valuable lesson. I could let that racism define the trajectory of my life, or I could avoid racial confrontation and give of my best. It was a successful strategy and I eventually saved enough money to buy myself a car so that I could become an independent operator. Although I had realised that racism exists at all levels, I also met people who weren’t racist, who judged me on my character instead of the colour of my skin. It was a philosophy that appealed to me. However, I never wanted to be employed at a level that an employer decided for me, and job reservation meant that certain jobs were reserved for whites only. I was determined to be my own boss so that I could be in control of my dignity and my destination.

In 1982, the Apartheid legislation determined that I should not be in business as a black South African. The inferior education I had received from the Bantu Education Department barely equipped me to be a clerk, never mind a businessman. Living in an economically depressed and isolated homeland could hardly be considered a nurturing environment for black entrepreneurship because there was little to no access to resources. Race-based labour controls, the limitation of movement and employment of blacks, and colour barriers in companies added to the list of how Apartheid intended to disempower black people. However, I refused to be derailed from my dream of economic freedom, and at the age of 24 I started my own cosmetics company, branding my products Black Like Me, and also inviting a fellow white South African to join the business as an equal partner. We both had skills that the business needed; this was a vital partnership. The miracle of the 1994 election and Nelson Mandela’s leadership of the country had all South Africans ready to embrace the concept of a Rainbow Nation, and our apparent harmony won the approval and admiration of the international community. Our constitution was hailed as among the most progressive in the world and our current Deputy President, Cyril Ramaphosa, travelled across the globe, sharing our country’s miracle. They were indeed times to be proud and to bask in the glow of that Rainbow Nation.

Sadly, 21 years down the line, we should be a mature democracy. Instead, the glow of the rainbow is beginning to diminish and Nelson Mandela’s great legacy is being dismantled by his own political party, the ANC. Our current government is intensifying its racial policies that are going to drag us back into the dark days of polarisation and disrepute. Undoubtedly, at the dawn of our democracy, the ANC government was compelled, or more accurately, electorally compelled to redress injustices of the past. And the government at that time took its role very seriously, taking considerable time and employing wise minds to implement policies that would create an equal society and improve the lives of the previously disadvantaged. Subsequent to 1994, employment legislation was developed to outlaw unfair racial discrimination and to redress past imbalances. Employment policies undoubtedly had to be revised, and the first step was the repealing of the Labour Relations Act of 1956 and replacing it with the Labour Relations Act of 1995, which eliminated job reservation. But the policies that I would like to unpack here, are those that resonate with me as a capitalist entrepreneur, and those that are essentially race-based. Two of the most common terms in South African labour law are undoubtedly BEE and BBBEE, and most people think they are interchangeable. They are not. The BEE or Black Economic Empowerment Act of 2003 (now referred to as the Narrow Based Black Economic Empowerment) refers specifically to the government policy whereby sections of the population who were not allowed to participate in the economy were given a chance to redress the economic imbalances of the past. BBBEE or Broad-Based Black Economic Empowerment Act of 2006 seeks to accelerate and increase the penetration of black participation in the economy at every level. BEE or BBBEE, essentially what it comes down to is affirmative action.

Essentially, affirmative action sought to “substantially and equitably transfer and confer the ownership, management and control of South Africa’s financial and economic resources to the majority of its citizens. It also sought to encourage and ensure broader and meaningful participation by black people to achieve sustainable development and prosperity”. The notion of empowering previously disadvantaged blacks is a noble ideal, noble but racist. Let’s look at why this is so. To adhere to BEE principles, businesses are compelled to consider the race and social background of potential applicants instead of considering an applicant’s skillset and qualifications. Race is thus a determining factor in securing employment in South Africa. It was unacceptable to have job reservation during apartheid and it is unacceptable now. Affirmative action is not empowering, it is limiting, degrading, and offensive to anyone who wants to participate in the economy but cannot simply because they are not black. Affirmative action is discriminatory not only against a minority, it also excludes the vast majority of black South Africans from its purported benefits, since BEE has succeeded in creating an economic network of privileged manipulators and cronies.

Additionally, affirmative action has created a skills shortage crisis as many qualified and economically active whites, and sometimes blacks, left the country because of being excluded. Affirmative action serves a few politically connected black elite; it has seen the rise of extensive corruption, but has still left millions of black people, in particular the youths, unemployed and in dire poverty. Affirmative action creates an illusion job creation and racial integration that doesn’t exist. Instead affirmative action has divided South African society in two, highlighting the divide between the white haves and the black have-nots. Affirmative action has enhanced the racist perceptions of blacks and whites. Poor blacks are under the illusion that the whites are still the only beneficiaries of business. Whites feel that the tables have turned, and that they are excluded from economic activity based on race. The cost of affirmative action to the poor has been substantial in that it has diverted money from education and infrastructure projects that would have been beneficial, and instead created bloated agencies and departments that don’t contribute to the economy in any meaningful way.

Affirmative action supports the racism’s bedfellow, namely tribalism, where favoured politically connected businessmen are able to benefit from government tenders and contracts. It promotes and create an impression that to succeed, you must be first politically connected. Political patronage becomes a vehicle to get closer to state resources. Any policy that supports this racial divisiveness must be abandoned. South Africa must be governed according to the constitution that states that citizens should not be unfairly discriminated against, either directly or indirectly, on one or more grounds, including race, gender, sex, pregnancy, marital status, ethnic or social origin, colour, sexual orientation, age, disability, religion, conscience, belief, culture, language and birth. If South Africa’s citizens are to flourish and the country is to develop into a stable, strong economic nation, then all forms of discrimination must be abandoned. Further tweaking the affirmative action policy will result in further divisiveness, it will obstruct the flow of skills and capital and diminish the growth, entrepreneurship, and investment necessary to elevate millions of South Africans into the middle class. Most importantly it will exacerbate racial disharmony. The government must remove all racebased legislation from labour and commerce.

Currently, employment in South Africa is now being shaped by the legislated exclusion of racial minorities. It is contradictory to claim that we are aiming for a non-racial society and then on the other hand implement discrimination. It is my opinion that any form of racism, including affirmative action, should be scrapped from the statute books to uphold our constitution of no discrimination. My solution is job creation through a booming capitalist economy where investors feel safe and employers and employees are able to contract without state intervention. Allow all South Africans to exploit their God-Given talents without these discriminatory practices. The most effective tool the state can use to redress the ills of the past of inequality, unemployment and poverty, is to follow the spirit of our constitution, which is not to discriminate against other members of society. In a society like that, the economic potential of the country will be unleashed. Economic growth would mean more taxes for the state. More taxes for the state, will mean more money and resources to address and provide good quality education, healthcare and overall infrastructure. In an environment of an accountable and effective government, black people of our nation are naturally going to be the biggest beneficiaries. The country will over time have an educated, sustainable and harmonious society. We need a government that does not look for shotgun solutions to this challenge, but long term nation building ones. It is possible and necessary for the country to adopt such policies. Racial policies are the cancer that is directly responsible for this unacceptable levels of unemployment.

Unemployment is directly responsible for the breakdown of our family structures. We cannot build a nation without first building our families. Give our people the dignity and respect. Allow parents to support their families. Allow children to grow up as children and see their parents waking up in the morning. Let us strive to teach the nation the value of hard work, as opposed to this dependency on governments. The future of South African society will rest on fair
representation of all South African across all sectors. The strength of a democratic South Africa relies on the wellbeing of its citizens and the benefits that are available for every citizen to enjoy. After 21 years of democracy, race-based legislation can no longer be a vehicle that drives out the effects of discrimination. Race-based legislation is actually the bus that drives discrimination and it must be rejected and terminated. It is ironic that the compensatory mode and restorative justice of race-based legislation has become the leading instrument in racial disharmony. No balance can be struck between promoting such legislation and avoiding discrimination. When minorities are alienated, no equality exists. South Africa cannot be a diverse populace without diverse representation. Finally, if South Africa is to avoid the tribalism, dictatorship, genocide, poverty and demagoguery that plagues other African countries, we must eradicate every form of racism. And we must do it now.

Please allow me to wish you success with this important initiative to save our country.


* Herman Mashaba is Director of Liberty Lane Trading at the Assessment College of South Africa (Pty) Ltd. He also serves as Chairman, CEO and Director of several other enterprises. In 1985 he founded the Cosmetics Company “Black Like Me”.

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