Haberler-Konferenz 2019: Wie bei der Gentechnologie Fortschritt verhindert wird

Schweizer Wirtschaftsbrief, 31. Mai 2019

Verkannt und angeprangert: Wie bei der Gentechnologie Fortschritt verhindert wird. XV. Gottfried von Haberler Konferenz in Vaduz mit internationalen Fachexperten.

Prinz Michael von und zu Liechtenstein eröffnet die Konferenz.
Prinz Michael von und zu Liechtenstein eröffnet die Konferenz.

Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch biotechnologische Verfahren – trotz- dem ist der Begriff Biotechnik für die breite Öffentlichkeit weitgehend unklar. Genauso wie bei der seit Jahren kontrovers diskutierten Gentechnik mögen die Gründe für eine gewisse Reserviertheit in der Gesellschaft unter anderem in verfälschten oder gänzlich fehlenden Informationen darüber liegen. Sechs international führende Wissenschaftler und Experten widmeten sich bei der Gottfried von Haberler Konferenz dem Thema «Wenn Vermutungen zum Urteil werden: Die Gentechnologie am Pranger.» An der Universität Liechtenstein folgten über 100 geladene Gäste den Vorträgen der Experten.

«Das Verhältnis der Gesellschaft zur Biotechnologie ist abstrus: Obwohl wir sie seit Jahrtausenden nutzen und sie einen unverzichtbaren Platz in unserem täglichen Leben einnimmt, stehen ihr viele Menschen extrem skeptisch, oft sogar ablehnend gegenüber», sagte Prinz Michael von und zu Liechtenstein, Präsident der ECAEF und Gastgeber der Konferenz. «Sicherlich kann die Gentechnik als wichtige Methode der Biotechnologie nicht alle unsere gesundheitlichen und ökologischen Probleme lösen, aber sie kann gewiss einen grossen Beitrag leisten. Dazu muss jedoch weiterer Fortschritt gefördert und nicht behindert werden. Die Ressentiments der Gesellschaft durch transparente und wissenschaftlich fundierte Informationen auszuräumen ist dafür eine wesentliche Voraussetzung …

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