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Haberler-Conference

XIII. International Gottfried von Haberler Conference

‘Interventionism is a system that is contradictory and unsuitable even from the point of view of its sponsors, that cannot be carried out logically, and whose introduction in every case can effect nothing but disturbances in the smooth functioning of the social order based on private property’.

Ludwig von Mises (1881-1973)

haberler conference 2017

The Economics and Politics
of Interventionism

Wenn Bürokraten Unternehmer spielen:
Die Politik des Interventionismus

The XIII. International Gottfried von Haberler Conference will take place on May 19, 2017 in Vaduz, at University of Liechtenstein. Topic: “The Economics and Politics of Interventionism” – German translation: “Wenn Bürokraten Unternehmer spielen: Die Politik des Interventionismus”. The event will be organized and hosted by ECAEF – European Center of Austrian Economics Foundation.

By invitation only

Admission:
General: CHF 100 / 100 Euros; Students: CHF 50 / 50 Euros

Academic Director:
Kurt R. Leube, Tel. +1 650 248 4955; email: krleube at stanford edu

Administration:
Rosmarie Lutziger, Tel. +423 235 1570, email: rosmarie.lutziger at lgt com

Media Contacts:
Susanna Gopp, Tel. +423 237 5858, email: susanna.gopp at iuf li

Conerence Schedule on May 19, 2017:
9:00-9:30 Registration/Fee
9:30-9:45 Welcome and Opening; H.S.H. Prince Michael of Liechtenstein

Session I:
On Monetary and Economic Interventions
9:45-10:00 Chair: Peter Fischer (CH)
10:00-10:30 “Über den Missbrauch der Geldpolitik” (On the Abuse of Monetary Policy); Joachim Starbatty (D)
10:30-10:45 Discussion
10:45-11:15 Coffee break
11:15-11:45 “Subsidies: When ‘Free’ Comes at High Cost” (Subventionen sind teuer erkafute Geschenke); Johan Norberg (S)
11:45-12:15 Discussion
12:15-13:45 Buffet Luncheon for all participants at conference site

Session II:
Interventionism Undermines the Legal Framework
13:45-14:00 Chair: Beat Kappeler (CH)
14:00-14:30 “Plurimae Leges, Summa Injuria: Die Flut von Gesetzen erzeugt grösstes Unrecht” (Plurimae leges, summa injuria: The Flood of Rules creates Injustice);  Carlos Gebauer (D)
14:30-14:45 Discussion
14:45-15:15 “On Environmental Regulations, Private Property and Free Markets” (Umweltschutz, Privateigentum, freie Märkte); Terry L. Anderson (USA)
15:15-15:30 Discussion
15:30- 16:00 Coffee break

Session III:
Some Adverse Effects of ‘Social Engineering’and Censorship 
16:00-16:15 Chair: Beat Kappeler (CH)
16:15-16:45 “Wieviel Umverteilung verträgt eine Demokratie?” (How Much Redistribution Can Democracy Withstand?); Erich Weede (D)
16:45-17:00 Discussion
17:00-17:30 “Is Europe Giving Up on Free Speech?” (Wie steht es um die Redefreiheit in Europa?); Timothy Garton Ash (UK)
17:30-18:00 Discussion

18:00-18:10 Farewell address: H.S.H. Prince Michael of Liechtenstein
18:20-18:30 Transportation by bus to Vaduz Castle
18:30-19:30 Farewell Cocktail Reception at Vaduz Castle

Please note: Some titles might change.

Über Zentralbanken, Schuldenpolitik und den geprellten Bürger

Bericht von der 12. Gottfried-von-Haberler Konferenz, Erstveröffentlichung am 12. Juni 2016 bei “eigentümlich frei”

    Am 20. Mai 2016 wurde in Vaduz, im Fürstentum Liechtenstein, die diesjährige Internationale Gottfried-von-Haberler-Konferenz abgehalten. Veranstalter der heuer zum zwölften Mal stattgefundenen Konferenz ist das European Center of Austrian Economics Foundation (ECAEF), deren akademischer Direktor Kurt R. Leube ist. Das Generalthema der diesjährigen Konferenz lautete: „Über Zentralbanken, Schuldenpolitik und den geprellten Bürger“.

Strategie der Zentralbanken: Flutung der Märkte mit Geld
Strategie der Zentralbanken: Flutung der Märkte mit Geld.

    Am Vorabend der Konferenz merkte der Publizist und promovierte Historiker Michael von Prollius in seiner Tischrede an, dass viele Liberale als echte Individualisten oftmals einzeln unterwegs sind. Viele Liberale würden eben – wie Sisyphos in der griechischen Mythologie – den Stein alleine den Berg heraufrollen wollen, statt die Kräfte für gemeinsame Zwecke und Ziele zu bündeln.

    Unter solchen Einzelkämpfern finden sich mitunter natürlich auch geniale Geister – wie zum Beispiel Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek –, die dem liberalen Lager neuen intellektuellen Schwung geben. Doch auf solche Zufälle sollte – so von Prollius – nicht vertraut und gehofft werden, sondern notwendig sei eine Art von liberalem Stoßtrupp, von sich selbst ständig erneuernder Institution. Diese Institution solle stetig gute und brillante Köpfe hervorbringen, die die liberale Szene nach allen Seiten erfrischend vorantreiben …

Weiterlesen -> “eigentümlich frei”

Unkonventionelle Geldpolitik: Der Ausstieg ist machbar

Peter A. Fischer, Neue Zürcher Zeitung, 21. Mai 2016

Jeder Zentralbanker kennt die Taylor-Rule und John Taylor kennt die meisten Zentralbanker. Der US-Ökonom ist besorgt über die gegenwärtige «strategiefreie» Geldpolitik, hat aber eine Lösung parat.

    Schon Ludwig von Mises hat davor gewarnt. Der zusammen mit Friedrich A. von Hayek zu den Gründervätern der liberalen «österreichischen Schule» zählende Ökonom schrieb 1923, Regierungen und Bürokratien wollten mehr ausgeben, als sie den Stimmbürgern über Steuern zumuteten. Deshalb würden sie sich überschulden und suchten dann ihren Schuldenberg über eine hohe Inflation oder durch finanzielle Repression wieder loszuwerden.
Angesichts der seit der Finanzkrise in vielen Staaten explodierenden Verschuldung, den präzedenzlos tiefen Zinsen und der enormen Geldflut dominierten an der diesjährigen 12. internationalen Gottfried von Haberler Konferenz denn auch wohlbegründete Befürchtungen. Gewarnt wurde an der vom liechtensteinischen Fürstenhaus unterstützen Konferenz davor, dass es plötzlich doch noch zu hoher Inflation kommen könnte, eine drohende Monetarisierung der Staatsschulden die Sparer enteignen und die Altersvorsorge vernichten würde und dass der technokratische Charakter der europäischen Integration zu Demokratieversagen führe.
Optimistischer gab sich in Vaduz der in Stanford lehrende John Taylor. Er hat 1993 die nach ihm benannte berühmte Verhaltensregel für die Geldpolitik entwickelt. Die Taylor-Rule definiert den «richtigen» Zinssatz als gewichtete Summe des natürlichen realen (Gleichgewichts–)Zinssatz, der Abweichung der tatsächlichen Inflationsrate vom Zielwert und der Differenz zwischen Wirtschaftsleistung und Potenzialwachstum.

Weiterlesen -> Neue Zürcher Zeitung

Haberler-Konferenz legt Staats-, Banken- und Demokratieversagen offen

Bericht von der XII. Gottfried-von-Haberler-Konferenz in Vaduz
(Forum Freie Gesellschaft)

   In Liechtenstein scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Freundliche, offene Menschen leben in einer intakten Umwelt ohne Windkraftwerke. Wohlstand und ein sauberes, wohl geordnetes Fürstentum sind für Besucher augenfällig. Es ist kein Zufall, dass in Vaduz, wo Freiheit und Verantwortung, Marktwirtschaft und Herrschaft des Rechts hoch gehalten werden, nachzulesen in „Der Staat im dritten Jahrtausend, erfolgreich die nunmehr zwölfte Gottfried von Haberler Konferenz veranstaltet wurde. Durch das Tor zur Welt, das hier stets offen steht, strömten Freiheitsfreunde zum Austausch, zur Krisenanalyse und zur Verbreitung der besseren Ideen, die heute mehr Bedeutung denn je besitzen. Die Krisenakkumulation, verursacht durch ein mit hoher Geschwindigkeit in die Sackgasse fahrendes europäisches Führungspersonal nimmt allmählich bedrohliche Ausmaße an. Die Überforderung von Politik und Bürokratie ist nicht mehr zu übersehen. Ein Gravitaionszentrum bilden Zentralbanken, die in den USA und Europa eine verborgene Agenda verfolgen. Gerade in Europa gilt: Zentralismus und die politische Anhäufung von Befugnissen, Aufgaben, Zuständigkeiten geraten 25 Jahre nach der Implosion des realen Sozialismus in tiefen Widerspruch mit der Realität … Weiterlesen ->

Liechtenstein: Haberler Konferenz legt Staats-, Banken- und Demokratieversagen offen